Diskussionen um eine Disqualifikation
Eine Disqualifikation im iWest-Finale in der Stuttgarter Schleyer-Halle hat hinter den Kulissen für Diskussionen gesorgt. Horst Eulich als Chefrichter der Prüfung bei C läutete den zehnjährigen Bayern-Wallach Indol schon nach der ersten Diagonale Starken Trabs ab und gab fortgesetzte Taktunreinheit als Grund an. Für die Berufsreiterin Diana Livingston in seinem Sattel, die erstmals im Stuttgarter Finale am Start war, wurde es zu einer schweren Stunde.
"Das war für mich eine klare Sache, das Pferd war nicht in Ordnung", stand Horst Eulich hinter seiner Entscheidung, vor der er sich mit Blickkontakt auch bei Richterkollegen vergewissert habe, ob sie seine Meinung teilen.
Nach dem abgebrochenen Ritt suchten Diana Livingstons Trainerin Renate Gohr-Bimmel und Pferdebesitzerin Dr. Elisabeth Antony das Gespräch mit dem Richter und der Turnierleitung - ohne eine Rücknahme oder Relativierung der Entscheidung."Wir haben das Pferd gleich einem Tierarzt gezeigt, er hat keine Lahmheit festgestellt", erklärte Renate Gohr-Bimmel, die selbst schon mehr als ein Dutzend Mal in der Schleyer-Halle am Start war.
Kai Huttrop-Hage aus derm Turnierleiterteam stärkte Horst Eulich den Rücken: "Wir haben keinen Grund, an der Kompetenz des Richters zu zweifeln." Die Gesundheit des Pferdes müsse jederzeit im Vordergrund stehen und sei Grundvoraussetzung für einen sauberen Sport. Alles andere habe beim Stuttgart German Masters-Turnier keinen Platz. Huttrop-Hage: "Man muss sich nur die Situation vorstellen, dass eine Videoaufnahme eines Pferdes im Internet zu sehen ist, das hier in der Prüfung startet und nicht klar geht, das werden wir nicht zulassen" (rok).
Bild: Dana Livingston mit Indol nach der Disqualifikation (Krenz)
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