Spöck wird zum Köberle-Fest
Der erfahrene Profi Jan Köberle, Pferdewirtschaftsmeister und Ausbilder am Gestüt Spitzenhof der Familie Isaak, hat in Spöck am Wochenende beide S-Springen gewonnen – beide auf Nachkommen des berühmten Schimmelhengstes Colorit, dem bekanntesten Spitzenhof-Pferd aller Zeiten.
Köberle, 45, und „doppelter Berufsreiter“ (Zucht und Haltung sowie Reiten), einst Schüler von Helmut Hartmann, siegte am Samstag mit dem zehnjährigen Coolio und am Sonntag mit dem zwei Jahre jüngeren Culano – beide übrigens braun und mit wenig Ähnlichkeit zum Schimmelvater. Klaus Isaak züchtet im Nordosten des Landes immer noch sehr erfolgreich mit Holsteiner Stutenstämmen, auch wenn Colorit, der unter anderem in Stuttgart und Mannheim gewonnen hat, mittlerweile als Vererber auf Gestüt Zangersheide eingesetzt ist. . Jan Köberle stammt ursprünglich aus einem Pferdezuchtbetrieb im oberschwäbischen Aulendorf, ist aber mit seiner Familie mittlerweile in Hohenlohe „hängen“ geblieben.
Im Großen Preis verwies er den jungen Manuel Feige aus Singen auf den zweiten Platz. Mit jungen Oldenburger Stuten aus eigener Zucht – Kannuma und Chaawee – machte der Jungprofi durchaus von sich Reden. Von ihm dürfte man in dieser Saison noch einiges hören.
Auch Amateur-Springreiter wie der erfahrene Joachim Durst mit Con-Tico und Christian Geißert aus Graben mit Quintop ritten ins Geld.
Die erfahrenen Turnierveranstalter von Spöck um den selbst im Springsattel erfolgreichen Michael Raupp bekamen viel Lob von den Reitern, vor allem, weil sie zu den Pferdeleuten gehören, die gegen das Vorurteil arbeiten, Rasenplätze seien kein gutes Geläuf. Sie bewiesen, trotz heftiger Regenfälle im Vorfeld des Turniers, mal wieder das Gegenteil (rok/Foto: Mimi Jaufmann)
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