Marbacher Gestütsauktion: Käufer schätzen Seriosität
Das Haupt- und Landgestüt Marbach lud heute zur Hybrid-Gestütsauktion in die große Reithalle. Nach der Corona-Zwangspause konnten wieder Bieterduelle hautnah und live verfolgt werden. Doch auf dem Programm stand mehr als nur eine Auktion: Die Abschlusspräsentation der Auktionspferde am Mittag wurde für alle Zuschauer zu einer tollen Lehrstunde bei Hannes Müller (Deutsche Reitschule Warendorf), im Anschluss wurden einige Marbacher Landbeschäler zunächst auf dem Pflaster präsentiert, bevor die jungen Hengste erstmals unter dem Sattel gezeigt wurden.
Um 17 Uhr eröffnete Hendrik Schulze-Rückamp dann die Auktion. Im Lot standen 16 Pferde, die meisten von ihnen dreijährig. Zur Preisspitze avancierte der bildschöne und bewegungsstarke Fuchshengst Erzberger v. Escamillo-Flemmingh aus der Zucht von Sabine Waidmann und ausgestellt vom Haupt- und Landgestüt. Mit seinen kraftvollen Bergaufbewegungen empfahl sich der Youngster für größere Aufgaben im Dressurviereck. Am Ende fiel der Hammer bei 30.000 Euro zugunsten einer „Wiederholungstäterin“, einer sportorientierten Reiterin aus dem Umkreis, die schon einmal bei einer Marbacher Auktion fündig geworden war. Mit 28.000 Euro folgte im Preisgefüge der einzige Fünfjährige: Quendelyn v. Quantensprung-Fürstenball (Z.+B.: Fritz Schaal).
In etwas mehr als zwei Stunden brachte Hendrik Schulze-Rückamp die 16 Kandidaten an den Mann bzw. die Frau. Drei Pferde blieben ohne Gebot, aber bereits nach der Auktion zeigten Kunden weiteres Interesse an ihnen. Die 13 zugeschlagenen Pferde wurden zu einem Durchschnittspreis von 16.557 Euro (2022: 16.167 Euro) verkauft, bei einem Gesamterlös von 215.500 Euro. Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck zeigte sich nach der Auktion zufrieden: „Das Tageskonzept ist gelungen! Sowohl die Lehrstunde, als auch die Präsentation der jungen Hengste hat bestens ins Gesamtbild gepasst. Etwas schade ist es allerdings, dass an diesem Wochenende so viele Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden – hier wäre es gut, man würde sich besser absprechen!“ Einen Abbruch hat dieser Fakt der Auktion aber sicher nicht getan. Die Halle war gut gefüllt und die Möglichkeit auch via Hybrid-Modul zu steigern, rundete die Auktion ab. „Das Online-Tool ist heute kaum noch bei einer Auktion wegzudenken. Allein 250 neue Kunden haben sich für die Auktion registriert und am Ende wurde ein Viertel der zugeschlagenen Pferde an Online-Käufer versteigert.“ weiß Hendrik Schulze-Rückamp zu berichten. Mit der Kollektion und dem Auktionsverlauf waren sowohl die Landoberstallmeisterin, als auch der Auktionator mehr als zufrieden. Es hat sich erneut gezeigt, dass die Käufer großes Vertrauen in das Haupt- und Landgestüt legen. Für solide Preise konnten einmal mehr qualitativ gute Pferde erworben werden und das in einem top seriösen Rahmen. Das wissen die Kunden zu schätzen!
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