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Freitag, 28.04.2023 um 15:59

Gorla Minore: Guter Auftritt für baden-württembergisches Nationenpreisteam

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Im italienischen Gorla Minore stand heute der erste EEF-Nationenpreis der Saison auf dem Programm. Dabei durfte man sich über eine echte Besonderheit freuen: das deutsche Team bestand mit Michael Jung, Marcel Marschall, Sven Schlüsselburg und Pia Reich nur aus baden-württembergischen Reitern. Am Ende überzeugte Michael Jung einmal mehr und dem deutschen Team fehlte das letzte Glück.

An die Spitze des Nationenpreises setzte sich das französische Team, welches in der Breite mit wahren Nachwuchshoffnungen besetzt war. So agierte Championatsreiter Olivier Robert als „alter“ Hase und wurde im Sattel seines zehnjährigen Iglesias mit zwei Nullrunden dieser Rolle definitiv gerecht. Doch auch seine Teamkollegen machten es nicht viel schlechter. Allen voran lieferte der erst 18-jährige Wiliam Ligier de la Prade bei seinem ersten Nationenpreis zwei Nullrunden. Nach zwei Abwürfen im ersten Umlauf gelang auch dem 20-jährigen Dylan Levallois im zweiten Umlauf eine Nullrunde, wodurch Jules Orsolini im zweiten Umlauf überhaupt nicht mehr antreten musste. Frankreich setzte sich am Ende mit dem Idealergebnis von null Strafpunkten verdient an die Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Portugal (vier Strafpunkte) und Belgien (acht Strafpunkte).

Das deutsche Team verpasste das Podest mit neun Strafpunkten denkbar knapp und am Ende konnte man wirklich sagen, dass den Deutschen, oder besser gesagt den baden-württembergischen Reitern, das letzte Quäntchen Glück gefehlt hatte. Alle vier Paare zeigten eigentlich gute Runden, kassierten jedoch teilweise wahrlich ärgerliche (Flüchtigkeits-)fehler. Dabei überzeugte einmal mehr Michael Jung. Der Multichampion lieferte im Sattel seiner Fischerchealsea zwei starke Nullrunden. In beiden Umläufen ließen die Beiden den Parcours einem A-Parcours gleichen und bestätigten ihre derzeit starke Form. Nach ihrem ersten Einsatz in einem Nationenpreis im Jahr 2019 in Hickstead, hätte der heutige Einsatz nicht viel besser laufen können. Auch Marcel Marschall und seine zehnjährige Holsteiner-Stute Coolio machten ihre Sache gut. Nach einem ärgerlichen Abwurf im ersten Umlauf blieben auch sie im zweiten Umlauf fehlerfrei. Sven Schlüsselburg und sein Erfolgspartner Bud Spencer begannen mit einer guten Nullrunde. Leider stoppte die Uhr zu spät, wodurch ein Zeitstrafpunkt hinzukam. Im zweiten Umlauf erwischten sie den nach dem Wassergraben folgenden Steilsprung zu dicht, wodurch die Stange fiel. Pia Reich und ihre flinke Stute PB Chaconie mussten heute bei ihrem ersten Nationenpreis-Einsatz in beiden Umläufen einen Abwurf in Kauf nehmen. Der Nationenpreis diente auch als Qualifikation für den Grand Prix am Sonntag. Dann heißt es noch einmal Daumen drücken für das baden-württembergische Quartett. (msb)

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