Heinz Hauke: Reitlehrer und „Pferdemensch“
Viele seiner Schüler und Wegbegleiter in Gärtringen im Gäu und im Schwarzwald sind geschockt und traurig: Heinz Hauke ist am Wochenende im Alter von 73 Jahren überraschend an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben. „Wir haben einen guten Freund verloren, er wird einen festen Platz in unseren Herzen behalten, seine Persönlichkeit und die vielen Erlebnisse mit ihm werden uns immer in Erinnerung bleiben.“ Mit diesen Worten hat Herbert Rauser jetzt den Verstorbenen gewürdigt. Rauser, Vorstand im Reiterverein „Hohe Eichen“ in Gärtringen, ist einer der engsten Freunde von Heinz Hauke gewesen.
Als Reitlehrer der Basis, Förderer vieler Kinder und Jugendlicher, als Pferdemensch und Naturbursche hat Heinz Hauke über fast 40 Jahre den Reitsport und im Nordschwarzwald und im „Gäu“ südwestlich von Stuttgart geprägt. Für viele seiner Schülerinnen und Schüler war er ein Vorbild, sein Pferdegefühl war legendär. Als Berufsreiter war Hauke unprätentiös, auch in der Art zu reiten. Die Partnerschaft mit dem Pferd war ihm wichtiger als der Erfolg. Er war offen, unkompliziert und menschlich. Ein Original.
Sein Pferdeverstand kam aus dem Herzen; das hat er übrigens seiner Tochter und Kollegin Eva-Maria Lühr mitgegeben, die im Haupt- und Landgestüt in Marbach für die Ausbildung der springbetonten Hengste zuständig ist.
Heinz Hauke gehörte schon 1999 zu den Gründern des Reitervereins „Hohe Eichen“ in Gärtringen. Das Vereinsleben war ihm besonders wichtig. Vereinsfeste, Ausflüge, Breitensport-Turniere: die Geselligkeit und Kameradschaft lagen ihm am Herzen. Reiten war für Hauke nur in zweiter Linie ein Leistungssport, die Ausbildung junger Menschen zu Pferdefreunden und – verstehern war ihm wichtiger.
Eine lange Zeit wirkte Heinz Hauke in Gärtringen, die vergangenen rund 20 Jahre in Pfalzgrafenweiler und Dornstetten im Nordschwarzwald. Er war eine echte Persönlichkeit.
Roland Kern
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