Tübingen: Kein Vorbeikommen an Timo Beck und Mirabel
Zum krönenden Abschluss des großen Tübinger Springturniers passte einfach alles: Bis auf ein paar wenige Tropfen hielt das Wetter bis zum Schluss, die Tribünen waren voll besetzt und der S**-Parcours versprach spannenden Sport. Parcoursbauerin Christa Jung hatte für den finalen Kurs den gesamten Tübinger Platz ausgenutzt, bei der dreifachen Kombination, die für einige Paare doch etwas arg dicht kam oder der Schlusslinie entlang der großen Natur-Tribüne hielt das Publikum einige Male die Luft an. 42 Paare gingen an den Start, wer in die entscheidende Siegerrunde wollte, musste im ersten Umlauf null bleiben bzw. verdammt schnell sein, wie etwa Julian Stahl und sein wieselflinker Prinz Paolino, die Gewinner des Großen Preises 2022, sie rutschten als schnellster Vierer gerade noch so nach.
Bis zum Schluss las sich die Ergebnisliste fast wie ein reines Amazonen-Springen, so erfolgreich waren die jungen Damen im Sattel. Landesmeisterin Alessandra Reich war mit ihrem belgischen Wallach Oeli R doppel-null gewesen. Mit 43.39 Sekunden hatte die Amazone vom Bodensee, die international für Österreich an den Start geht, die vorläufige Führung übernommen. Alina Hertwig und Lucky behielten mit etwas Glück ebenfalls ihre weiße Weste und rangierten direkt dahinter. Hannah Schleef hatte als einzige Teilnehmerin der Siegerrunde gleich zwei Pferde für das große Finale qualifiziert. Mit dem neunjährigen Holsteiner Hengst Diamo CM wurde sie Vierte, mit Perry KHR musste die Bereiterin des Stall Deuerer einen Fehler in Kauf nehmen, was Platz sechs bedeutete. Dazwischen schob sich Tim Hoster mit Claus auf Platz fünf.
Als letzter Starter reichte Timo Beck die Damen an der Spitze nochmal einmal einen Platz nach hinten. Becks Mirabel VD Oudevelhoeve sprang heute in Tübingen hervorragend. Bereits im Umlauf hatte der mehrmalige Landesmeister die Wendungen ausgetestet, legte die Bestzeit vor und sicherte sich so die beste Ausgangsposition für die Siegerrunde. Gewohnt cool machte Timo Beck als letzter Starter den Sack zu und sicherte sich den Sieg im S**-Springen. Der Zweitplatzierten hatte Beck nochmals genau zwei Sekunden abgenommen, was vor allem auf die 1A-gelungenen Wendungen zurück zu führen war.
Am Rande des Turniers hatte das Tübinger Veranstalter-Team um Turnierleitung Thomas Henig viel Lob erhalten. Der in den April vorgezogene Termin, die angepasste Ausschreibung sowie optimale Bedingungen vor Ort ließen die Nennungszahlen wortwörtlich explodieren. Die Reiter lobten vor allem das optimale Prüfungsangebot, manch einer sattelte zehn verschiedene Pferde an diesem Wochenende. Mehr zu den Hintergründen erfahren Sie in der nächsten Ausgabe des Reiterjournals. (akb)
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