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Sonntag, 23.04.2023 um 12:29

Clara Vetter bei 9,0

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Eine 9,0 gibt es nicht alle Tage, und sie war hochverdient: Mit dieser Note hat Clara Vetter aus Ebersbach-Musbach in Pforzheim die erste Wertung des Nürnberger Burg Pokals der Dressurjunioren gewonnen. Im Sattel ihrer bewährten rheinländischen Stute Sandro Minka zeigte die 14-jährige amtierende Vize-Meisterin der Children eine gefühlvolle und harmonische Vorstellung, die von den Richterinnen Sonja Pilton und Michaela Grupen zurecht mutig belohnt wurde. So stellt man sich feines Reiten vor. „Wir waren richtig begeistert von dieser Prüfung, vor allem vom harmonischen Reiten“, attestierte Michaela Grupen aus Bayern.

Clara Vetter, Tochter des renommierten Züchters und Gespannfahrers Ludwig Vetter, ist ein gutes Beispiel für das Fördersystem des Reiternachwuchses im Land. Sie siegte im Landesjugendcup, wurde dann in den Landeskader der Children aufgenommen und steigert sich nun weiter über den Nürnberger Burg Pokal zu den Junioren. Mit diesem Reiten dürfte sich auch dort ein Wörtchen mitreden. Übrigens reitet das talentierte Mädchen auch junge Pferde – und fährt Kutsche. Ein richtiges junges Pferdemädchen halt.

Mit 9,0 hat sich Clara Vetter beim Start der Serie in Führung gesetzt. Allen Skeptikern zum Trotz hat sich die neue Ausrichtung des Pokals bewährt. Erstmals wird die Reihe auf M-Niveau ausgetragen, gerichtet als Dressurreiter-Wettbewerb. Das ist in Pforzheim gut gelungen, auch wegen einer starken Richterleistung am Viereck. 16 Paare stellten sich vor, darunter einige positive Überraschungen. Einige Familien reisten aus entfernten Landesteilen an, was den Stellenwert des Cups unterstreicht.

Ein neues Gesicht stellte sich erstmals vor: Adrian Klatt, ausgezeichnet sitzender junger Mann aus Stuttgart, im Training bei Heiko Matthes in Trochtelfingen. Er steuerte seinen 15-jährigen Trakehner Mark-Siegfried sehr gefühlvoll durch die Prüfung und erhielt dafür eine 8,3. Er gehörte zu den besonders positiven Überraschungen der Prüfung. Der junge Mann reitet erst seit zwei Jahren. Es ist erfreulich, dass auch wieder junge Männer ins Geschehen eingreifen: Wie Lucca Pfeil aus Mühlacker auf der durchlässigen Don Diamond-Tochter Diamond Lady. Er wurde mit 7,4  am Ende Fünfter.    

Weiter gereift und sehr beherzt präsentierte sich die jetzt 13-jährige Children-Meisterin Emelie Hertwig auf dem gut ausgebildeten Rappen Sancaster, ebenso Marie Bernhard aus Heuchlingen, die ebenso auf ein verlässliches und gut ausgebildetes Pferd zurückgreifen kann. Da stimmt das Management. Cecile Mutz auf dem Pony Capri au Lait ritt in die Platzierung ebenso Vorjahressiegerin Ciara Buck mit Honey, dem der Sprung zur nächsthöheren Klasse nicht so leicht fällt (rok/Fotos: D. Matthaes).

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