Omaha: Sensationssieg für Richard Vogel und der Absturz von Favoriten
Was hat Richard Vogel gerade für einen Lauf oder besser gesagt hat er Nerven aus Stahl? Nachdem Vogel mit Platz 13 gut in sein erstes Weltcup-Finale gestartet war, sicherte er sich im zweiten Springen von Omaha den Sieg.
Der Parcours des Umlaufs hatte es in sich. Die wohl größte Herausforderung waren ein Steilsprung mit Wassermatte, der nach der dreifachen Kombination aus einer engen Wendung heraus zu springen war. Hier kam es sehr häufig zu Abwürfen. Danach kam gleich noch ein Sprung mit Wassermatte, ein Oxer, an diesem Sprung kassierten Janne Friederike Meyer-Zimmermann einen Abwurf. Trotz der großen Galoppade von United Touch erwischte Richard Vogel einmal mehr die Ideallinie und zeigte eine starke Nullrunde. Es sollte eine von nur neun fehlerfreien Runden bleiben. Sogar Vortagessieger und Weltmeister Henrik von Eckermann und sein King Edward kassierten einen Abwurf und rangierten am Ende mit einer schnellen Vier-Fehlerrunde auf Platz zehn. Besonders hart erwischte es den gestrigen Dritten und eine der größten deutschen Finalhoffnungen Daniel Deusser. Er kam mit seinem Scuderia 1918 Tobago nicht gut in die Dreifache-Kombination und musst ihn vor dem Aussprung rausziehen. Seine Omaha-Reise ist damit vorbei. Auch Scott Brash und Hello Jefferson, nach Runde eins auf Platz zwei, kamen in der zweiten Prüfung mit drei Abwürfen aus dem Parcours. Die restlichen Deutschen schlugen sich tapfer. So kamen Marcus Ehning mit seinem Priam du Roset, Gerrit Nieberg mit Blues d´Aveline sowie Janne Friederike Meyer-Zimmermann alle mit jeweils einem Abwurf nach Hause. Für Gerrit Nieberg und Janne Friederike Meyer-Zimmermann reichte es mit einer schnellen Vierfehler-Runde noch in die Platzierung.
Doch kommen wir zum Showdown, dem Stechen: man kann es nicht anders beschreiben, aber was Richard Vogel mit seinem großgaloppierenden und gewaltig springenden United Touch dort zeigte, war einfach nur sensationell. Obwohl sein United Touch S mit dem großen Galopp für die eher kleine Halle nicht gerade die besten Ausgangsbedingungen mitbringt, fand Richard Vogel enge Linien und ließ den Braunen richtig galoppieren. Das Siegerpaar von Stuttgart war nach 35,11 Sekunden im Ziel. Eine Zeit, die niemand mehr einholen konnte. „Ich bin total glücklich, wie sehr United Touch S heute gekämpft hat. Für ihn war das mit seinem großen Galopp heute in dieser Halle nicht so einfach“, beschrieb Richi Vogel überglücklich. Auf Platz zwei sprang Harry Charles mit Balou du Reventon. Mit 35,25 Sekunden kam er dem Sieger sehr nahe. Der Däne Andreas Schou mit dem Holsteiner Darc de Lux folgten auf Platz drei. Rang vier ging an Pius Schwizer mit Vancouver de Lanlore vor Victoria Gulliksen mit ihrem Papa Roach. Nun haben die Springreiter einen Tag Pause, bevor es am Samstag (bei uns Samstagnacht) zur finalen Runde kommt. Nach zwei Wertungsprüfungen liegt nun Andreas Schou vor Pius Schwizer und Henrik von Eckermann in Führung. Richard Vogel nimmt Platz vier ein. (msb)
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