Weltcupfinale Omaha: Der Fahrplan für die nächsten Tage
Endlich geht’s los: seit Monaten arbeiten die besten Dressur- und Springreiter sowie die Voltigierer auf das erste große Jahreshighlight hin, das Weltcup-Finale. In diesem Jahr steht die Osterwoche ganz unter dem Zeichen des Weltcup-Finales, welches oftmals auch als Hallenmeisterschaft bezeichnet wird. Deutschland hat in diesem Jahr in allen drei Disziplinen heiße Eisen im Feuer.
Omaha liegt in der Mitte des nordamerikanischen Kontinents und ist die Hauptstadt von Nebraska. Schon 2017 war es der Austragungsort für das Weltcup-Finale. Damals durften sich im Springen McLain Ward sowie in der Dressur Isabell Werth mit Weihegold über den Titel freuen. Letztere ist auch in diesem Jahr dabei, wird jedoch mit ihrem WM-Partner Quantaz im Titelkampf antreten. Für die Dressurqueen ist es der 23. Start bei einem Weltcup-Finale, fünfmal hat sie es schon gewonnen. Ihre Kür mit Quantaz zählt zu den schwersten Küren überhaupt. Mit im deutschen Team ist auch Ingrid Klimke mit Franziskus FRH. Auch die Reitmeisterin hat 2002 schon einmal an einem Weltcup-Finale teilgenommen. Last but not least reist Jessica von Bredow-Werndl mit ihrer Dalera als Titelverteidigerin zum Weltcup-Finale. Nach ihrer Babypause hat die Olympiasiegerin dort weitergemacht, wo sie aufgehört hat. Sie siegte bei den Weltcupstationen in Basel und Lyon und knackte als einzige die 90 Prozent. Demnach ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es in Omaha zu einem weiteren Triumphzug von Jessica von Bredow-Werndl kommen wird. Denn die derzeitige Nummer eins der Weltrangliste und auch einzige wirkliche Konkurrentin von Jessica von Bredow-Werndl, die Britin Charlotte Fry und ihr imposanter Weltmeister von Herning, Glamourdale, werden in Omaha fehlen. Dennoch müssen die Dänin Nana Skodborg Merrald sowie die WM-Dritte Dinja van Liere immer im Auge behalten werden. Die Dressurreiter machen heute um 20.15 Uhr (deutscher Zeit) den Startschuss der Finalwoche.
Im Springen stehen die deutschen Chancen auf einen Sieg nicht weniger schlecht und so reist mit Marcus Ehning mit Priam du Roset, Gerrit Nieberg mit Blues d`Aveline, Daniel Deusser mit Scuderia 1918 Tobago Z, Janne Friederike Meyer-Zimmermann mit Messi van´t Ruytershof sowie Weltcup-Debütant Richard Vogel mit United Touch ein starkes Team nach Omaha. Letzterer sorgte mit seinem Sieg bei der Stuttgarter Weltcup-Station im Sattel seines blitzschnellen United Touch für eine wahre Sensation und stellt beim Weltcup-Finale DIE baden-württembergische Hoffnung. Sein Sieg in Wellington am vergangenen Wochenende hat ihn sicherlich noch einmal beflügelt. Auch der Titelverteidiger, Martin Fuchs, die derzeitige Nummer zwei der Weltrangliste, wird am Start sein und beim Kampf um den Titel im Weltcup-Finale 2023 ein ordentliches Wörtchen mitreden. Und natürlich ist Weltmeister Henrik von Eckermann nicht zu vergessen. Er wird mit seinem King Edward in die Entscheidung um den Weltcup-Sieg mit eingreifen.
Für die Akrobaten findet das Weltcup-Finale das erste Mal außerhalb von Europa statt. Aus süddeutscher Sicht heißt es auch hier ordentlich Daumen drücken. Denn Julian Wilfling, der Vierte der vergangenen Weltmeisterschaft in Herning, hat mit seinem Longenführer Alexander Zebrak und seinem Schimmel Aragorn die weite Reise angetreten. In Omaha wird es keine Teamprüfungen geben, vielmehr wird es nur Wettbewerbe im Einzelvoltigieren der Herren und Damen sowie im Pax de Deux geben. Deutschland ist dabei mit acht von insgesamt 26 Voltigierern wahrlich stark vertreten. Eine Titelverteidigung wird es in diesem Jahr jedoch nicht geben, da kein Vorjahres-Sieger antreten wird. Ein trauriger Fakt am Rande: während es bei den Dressur- und Springreitern um viel Gewinngeld geht, kann das schmal bemessene Gewinngeld bei den Voltigierern eher mit einem symbolischen Charakter angesehen werden.
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