Biberach: Ein Bayer wird seiner Favoritenrolle gerecht und Katharina Sieger überrascht
Es scheint so, dass sich die Familie Sieger aktuell auf einer Erfolgswelle befindet. In den letzten Wochen hieß der Sieger im Parcours oftmals, wortwörtlich, ebenso Sieger, nämlich Sven Sieger. Diese Siegergefühle haben wohl auch seine Frau Katharina Sieger angesteckt, die beim Dressurturnier in Biberach an diesem Wochenende für eine ordentliche Überraschung sorgte. Der Sieg ging am Ende jedoch an den bayerischen Erfolgsreiter Franz Trischberger.
Doch von Anfang an: beim Dressurturnier in Biberach-Rißegg auf der Reitanlage von Nicole Kohler waren vor allem die vollen Starterfelder sehr erfreulich. Beide M-Dressuren waren mit 40 bis 50 Starter sehr gut gefüllt. Auch die S-Dressur bestand aus 30 Startern und die Basisprüfungen taten es dem gleich. Das sind äußerst erfreuliche Nachrichten, gerade in Zeiten von sinkenden Starterzahlen. Dabei bestachen die Prüfungen nicht nur durch eine hohe Quantität, sondern mindestens genauso auch durch eine hohe Qualität. Sowohl in der Einsterne-M als auch in der Zweisterne-M wurde die Prozentmarke geknackt. Am Freitag ging der Sieg in der M* an Katharina Häufele mit Glamour Boy VH Ertsenhof (70,7 Prozent) sowie in der zweiten Abteilung an Christina Bauer mit Fräulein Rike (70,6 Prozent). Hier fielen sehr differenzierte Richterurteile im sehr gut gefüllten Starterfeld von 50 Teilnehmern auf. Am zweiten Tag bildete die M** den Tageshöhepunkt. Den Sieg schnappten sich die letztjährigen Seriensieger von M-Dressuren, Helena Jöst mit ihrer achtjährigen Foundation-Tochter Uganda (72,5 Prozent).
Auch in der heutigen S-Dressur sah man ein hohes Niveau. Die ersten sechs Platzierten hatten sich zu mindestens 69 Prozent gepunktet. Schon im Vorhinein wurden der bayerische Erfolgsreiter Franz Trischberger und die 16-jährige Sandro-Hit Tochter Sarotti als Favoriten gehandelt. Sie hatten 2021 das Finale des IWEST Dressur Cups für sich entscheiden können. Auch mit ihrer Besitzerin hatte Sarotti schon Silber bei den Deutschen Amateurmeisterschaften gewonnen und vor wenigen Wochen beim Dressurturnier auf dem Waldhauser Hof mit dem zweiten Platz (70 Prozent) in einer S-Dressur einen guten Saisonstart gefunden. Heute folgte der erste Turnierstart mit ihrem Ausbilder Franz Trischberger und die Beiden wurden ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Sie setzten sich mit Abstand und 74,8 Prozent an die Spitze. Das war keine Überraschung.
Vielmehr schaffte die Zweitplatzierte Katharina Sieger mit dem zwölfjährigen Quaterback Nachkommen Q Silberaster`s Quaterback solch einen Überraschungsmoment. Der Wallach hat bis 2021 etliche Platzierungen bis zur Zweisterne-S unter dem Sattel von Florine Kienbaum gesammelt. Im letzten Jahr wurde er dann erstmals von Eva-Maria Sipple, seiner neuen Besitzerin, und Katharina Sieger vorgestellt. Katharina Sieger und Q Silberaster`s Quaterback konnten schon einige S-Platzierungen sammeln. Doch heute scheint der Knoten geplatzt zu sein, da am Ende stolze 71,7 auf der Ergebnistafel standen. Auch Helena Jöst zeigte mit ihrer Uganda eine überzeugende Vorstellung und sicherte sich mit 69,7 Prozent einen Podiumsplatz. Vanessa Prietz knüpfte an ihre Erfolge aus dem vergangenen Herbst an und sicherte sich im Sattel ihres neunjährigen DSP-Wallachs Quentin Platz vier (69,6 Prozent). Der Amateur Joachim Giersch mit FBW Lady Darcy (69,5 Prozent) und Hausherrin Nicole Kohler mit Sierra (69,1 Prozent) folgten auf den Plätzen fünf und sechs. Anjana Maureen Bucher mit Armani, Corinna Peter mit Royal Universe, Anna Heinrich mit Michelangelo sowie Hans-Peter Bosch mit Fanfarron HJ ritten ebenso in die Platzierung. (msb)
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