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Donnerstag, 02.03.2023 um 17:00

Ansbach: Starke baden-württembergische Doppelspitze

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Der zweite Tag beim Late Entry in Ansbach hatte es in sich und so glich der abschließende Grand Prix fast einem kleinen süddeutschen Hallenchampionat. Am Ende befanden sich Jasmin Schaudt und Nicole Casper in einer eigenen Liga.

Schon im letzten Jahr sicherten sich Jasmin Schaudt und Nicole Casper einige schöne internationale Erfolge. Zuletzt konnten sie sich in der Stuttgarter Schleyer-Halle platzieren. Den Ansbacher Grand Prix wählten nun beide als Saisoneinstieg. Trotzdem es sich um einen „normalen“ nationalen Grand Prix handelte, musste sich das Starterfeld überhaupt nicht verstecken. So verfügte dieses über eine ganze Reihe der führenden Grand Prix Reiter Süddeutschlands. Am Ende setzten sich die beiden Reiterinnen aus dem Ländle gegen ihre bayerische und hessische Konkurrenz durch. Jasmin Schaudt durfte sich im Sattel ihres routinierten Wallachs Fano mit 3,5 Punkten Abstand zu Nicole Casper und Birkhof`s Don Röschen FBW über den Sieg freuen. Das Siegerpaar brillierte einmal mehr in einer sehr aktiv abfußenden und ausdrucksstarken Piaff-Passage-Tour. Auch wirkte der 13-jährige Wallach frisch motiviert, zeigte gute Verstärkungen sowie fehlerfreie und schnurgerade Serienwechsel. Einzig in der zweiten Galopppirouette stand Fano nicht mehr optimal vor dem inneren Bein, weshalb er schlecht durchsprang und leicht überdrehte. Alles in allem durften sie sich über starke 73,1 Prozent freuen. Nicole Casper`s Runde war mit nicht wenigeren Highlights versehen und auch sie überzeugte mit ihrer 14-jährigen Württembergerin Birkhof´s Don Rösschen FBW (Z.: Hans Lober) mit viel Gleichmaß und Selbstsicherheit sowie v.a. in der Piaff Passage Tour (72,8 Prozent). Die Wechseltouren gelangen fehlerfrei. Auch Don Rösschen müsste in den Galopppirouetten noch besser vor dem inneren Bein stehen, um so noch aktiver durchzuspringen und mehr Last aufzunehmen. Franz Trischberger und sein DSP James Bond folgten mit ordentlichem Abstand zum Spitzenduo auf Platz drei (70,7 Prozent). Sie punkteten mit einer sehr gleichmäßigen Piaff-Passage-Tour, schnurgeraden Einerwechseln sowie kleinsten Galopppirouetten. Demgegenüber stand ein in der Hinterhand nicht ganz sicher durchgesprungener Wechsel in den Zweierwechseln. Außerdem zeigte sich der 13-jährige Wallach in der Trabtour teilweise stramm in der Oberlinie. Auch Rudi Widmann knackte mit seinem elfjährigen Hengst Ferrari die 70 Prozentmarke und durfte sich über eine Platzierung freuen.

Doch das Spitzenduo im Grand Prix war heute nicht der einzige Grund zur Freude. Saskia Löwel und ihre Fürstenballerina Live lieferten nach ihrem gestrigen Sieg in der Einsterne-S auch wiederum ab, knackten die 70-Prozentmarke und durften sich über den zweiten Platz freuen (70,6 Prozent). Auch heute überzeugte die neunjährige Stute mit viel Gleichmaß und einer ausdrucksvollen Trabtour. Insgesamt zeigte sich Fürstenballerina Live heute jedoch teilweise etwas wackeliger in der Anlehnung, was besonders in den Galopppirouetten wertvolle Punkte kostete. Hier senkt die Stute zwar gut die Kruppe, kippt jedoch immer wieder in der Anlehnung ab. Am Ende verpassten Saskia Löwel den für ihr Goldenes Reitabzeichen noch ausstehenden Zweisterne-S-Sieg denkbar knapp. Der Sieg ging an Manfred Eichhorn mit seinem Valentino (70,8 Prozent). Auch Fiona Serafina Lukas und ihr Aragorn durften sich mit 67,7 Prozent über eine Platzierung freuen. (msb)

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