Darmstadt: Hayley Beresford sorgt für Überraschung
Beim Dressurturnier in Darmstadt jagt ein Debüt das andere und die Baden-Württemberger dominieren das Turnier. Heute hatte Hayley Beresford mit ihrem neunjährigen Javino die Nase vorn.
Beim AGRAVIS Cup in Münster hatte der neunjährige Wallach von Hayley Beresford noch sein Debüt auf Zweisterne-Niveau gefeiert. Dieser wurde zugleich mit einer Platzierung und fast 70 Prozent belohnt. Doch die Beiden scheinen nun zusammengefunden zu haben. Heute folgte nur wenige Wochen später das Dreisterne-Debüt, was sich unter dem Motto „erster Start, erster Sieg“ gestaltete. Javino zeigte sich sehr bemüht und überzeugte schon jetzt mit großer Selbstsicherheit. Die Beiden begannen mit einer ausdrucksvollen Trabtour sowie einer schon relativ sicheren Piaff-Passage-Tour. Die Passagen zeigten sich mit Ausdruck und die Piaffen schon sehr zentriert und aktiv abfußend. Auch die Übergänge gelangen gut. Einzig in der Passage könnte Javino noch mehr Aktivität aus der Hinterhand zeigen und dadurch noch mehr in der Bewegung aushalten. Als ein Highlight der Galopptour können die schnurgeraden Zweierwechsel sowie die sehr zentrierte erste Galopppirouette beschrieben werden. In der zweiten Galopppirouette hätte der Wallach noch gelassener durchspringen können. Auch in den Einerwechseln schlichen sich einige Unterbrechungen ein. Alles in allem war dies ein äußerst gelungenes Dreisterne-Debüt, was zugleich mit 70,1 Prozent belohnt wurde. Auf dem zweiten Platz folgte Ann-Kathrin Lindner. Im Sattel des zehnjährigen Württembergers L´Ansamur (Z.: Edwin Oppelt) erhielt sie 68,9 Prozent und durfte sich über eine weitere gemeinsame Dreisterne-Platzierung freuen. Der Wallach zeigte sich v.a. in der Galopptour gefestigter und brillierte in ausdrucksvollen Einer- und Zweierwechseln sowie kleinsten Galoppirouetten. In der Piaff-Passage-Tour fehlt es dem Lord Leopold Nachkommen noch an der notwendigen Kraft. Hier müsste der Wallach aus der Hinterhand noch aktiver abfußen, damit sich die Piaff-Passage-Übergänge flüssiger gestalten. Das Spitzenduo setzte sich gegen keinen Geringeren als Mannschafts-Olympiasiegerin und die Deutsche Meisterin Dorothee Schneider durch. Ihre neunjährige Stute Salvina feierte heute ebenso ein Dreisterne-Debüt, welches mit 67,8 Prozent und Platz drei belohnt wurde. Salvina zeigte sich sichtlich beeindruckt und besonders in der Schritt- und Galopptour fehlte es an der nötigen Losgelassenheit. Zu den Highlights zählten die toll kreuzenden Trabtraversalen sowie die schon jetzt ausdrucksvolle Piaff-Passage-Tour, wenn auch sich die Stute in den Piaffen noch mehr schließen könnte. Nach einem Antraben im starken Schritt schlichen sich in der Galopptour mit fehlerhaften Einerwechseln, einem versprungenen Wechsel nach dem starken Galopp sowie einem Schwungverlust in der zweiten Galopppirouette teure Fehler ein. Auf dem vierten Platz folgte Hannah Milena Rother, Bereiterin von Dorothee Schneider und Vorreiterin von ihrer Stute Salvina. Auch sie hatte heute mit dem zwölfjährigen Vitalis-Nachkommen Altefelds Vienetto ihren ersten Turnierstart , welcher zugleich mit dem vierten Platz und 65,7 Prozent belohnt wurde. Der Wallach verfügt mit seinem Vorreiter Manuel Dominguez Bernal schon über Platzierungen im Dreisternebereich.
Die heutige Trensen-S dominierte Dorothee Schneider. Sie feierte einen Doppelsieg und setzte sich mit dem siebenjährigen Westfalen Borghese sowie starken 74,6 Prozent an die Spitze. Im Sattel von Elysée punktete sie sich zu 70,3 Prozent. (msb)
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