Isabells Liebeserklärung an „Jonny“
Isabell Werth beherrscht in Donaueschingen auch die Große Tour im Dressurviereck: Im Sattel ihres jetzt 16-jährigen Hannoveraners Don Johnson (genannt „Jonny“) siegte die 17-fache Europameisterin vor der babypausenerstarkten Jessica von Bredow-Werndl mit dem 16-jährigen Hengst Unee und deren Bruder Benjamin Werndl mit dem Damon Hill-Sohn Daily Mirror.
Eine bärenstarke U25-Landesmeisterin Alexandra Stadelmayer platzierte ihren Hengst Lord Lichtenstein auf Rang vier. Dr. Dietrich Plewa als Richter an der langen Seite vergab für die Geislingerin fast 75 Prozentz der Punkte. Er betonte: „Das war die beste Prüfung, die ich von den beiden je gesehen habe.“
„Es gibt kein Pferd, mit dem sich so zusammengewachsen bin wie Jonny“, bekannte Isabell Werth nach ihrem Sieg. Die „gefühlten 80 Prozent“ seien der Lohn für eine „ganz sichere Runde“. Don Johnson stehe im Zenit seiner Karriere und sei erst jetzt zu einem echten und optimal durchtrainierten Sportler geworden. In der Tat tanzte er wie eine Kraftmaschine durchs Donaueschinger Viereck.
Schmunzelnd kann sie von Eskapaden auf dem Abreiteplatz berichten. „Wenn er das nicht machen dürfte, würde ihm und mir etwas fehlen“, beschrieb sie. Und es klang wie eine Liebeserklärung: „Ohne dieses Pferd würde mir in meinem Leben ein Stück fehlen“, beteuerte die erfolgreichste Reiterin der Welt. In der kommenden Weltcupsaison will sie alle drei Championatspferde fürs das Finale qualifizieren: Don Johnson, Emilio und natürlich die Stute Weihegold.
In der Weltcupsaison will auch Jessica von Bredow-Werndl schon wieder Fuß fassen, mit Unee, der sich in Donaueschingen sehr sportlich zeigte, sowie mit Zaire. In Stuttgart im November wird man beide Championatsreiterinnen schon wieder im Lande sehen (rok/Foto: Alexander Weidland).
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