Michael Jung nur "halb" Dritter in Wiesbaden
Es war ein Comeback: Star Connection, der sich vor zwei Jahren auf der Koppel in Horb das Erbsenbein brach, ist wieder zurück. Der Chacco Blue-Nachkomme von Michael Jung hatte schon im Herbst erste kleine Turniere bestritten, doch nun folgte der erste Gratmesser, das CIC3* in Wiesbaden im Schlosspark. Dort war in diesem Jahr zum ersten Mal die Event Rider Masters-Serie, eine hochdotierte Serie auf Drei-Sterne-Niveau. In der wurde der Olympiasieger jedoch nicht gewertet, denn Star Connection hatte noch keine Drei-Sterne-Prüfung bis dato absolviert, und das ist Voraussetzung. Doch so oder so war MIchael Jung am Ende sehr glücklich mit dem Hannoveraner Wallach: Platz drei nach der Dressur mit 41,7 Punkten und auch am Ende Platz drei im Gesamtranking der Prüfung. Auch ohne Wertung kam Jung gerne in den Schlosspark von Wiesbaden: "Es ist so ein tolles Turnier und diese Prüfung eine Werbung für unseren Sport. Aber es ist schade, dass so wenige am Start waren. Es war etwas schwierig, zu melden, und da haben wohl schon im Vorfeld einige gesagt, dass sie dann lieber woanders reiten." Noch mal schwerer als schon im Vorjahr fand es der Olympiasieger: "Die zwei Ecken im Stadion waren eine echte Herausforderung, aber wir haben hier auch drei Sterne." Dennoch gab es auch Kritik von Jung an der eigentlich geplanten Kombination 24ab, die erst wegen des Unwetters getrennt wurde in Sprung 24 und 25: "Das hätte man auch ohne Unwetter machen können - so haben die Reiter die Wahl, ob sie nicht lieber einen Zirkel reiten wollen." Mit Star Connection hofft er nun, durchstarten zu können. Immerhin sieht er den Neunjährigen als sehr talentiert. "Am Anfang war er hier noch etwas wackelig. Klar, so ein Tisch wie der an Nummer drei war mal 20 cm breiter als er es kannte, aber ab Sprung sechs war er dann sehr konzentriert." Ob jetzt Luhmühlen die drei Sterne kommt oder erst noch mal eine zwei Sterne, will Jung davon abhängig machen, wie fit Star Connection jetzt ist.
Der Sieg in der Prüfung ging an die Britin Sarah Cohen mit Treason, Zweite wurde Julia Krajewski mit Chipmunk. (mos)
Foto: Stefan Lafrentz
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