Ein Mecklenburger gewinnt im Regen
Die deutsche Einheit ist jetzt fast 27 Jahre alt – und Holger Wulschner gilt immer noch als der „Mann aus dem Osten“. In der Tat ist der heute 54-jährige Brandenburger neben Andre Thieme der einzige Springreiter aus den neuen Bundesländern, der in der Republik an der Spitze und in der internationalen Springsportszene Fuß fassen konnte. Jetzt ist Wulschner um eine weitere Trophäe reicher. Im Sattel des 14-jährigen Holsteiner Wallachs Cavity siegte er erstmals im „Championat von Mannheim“, dem Sonntagsklassiker des Maimarkt-Reitturniers. Eine Woche nach seinem Nationenpreisstart im belgischen Lummen und durchaus im „zweiten Frühling“ seiner Laufbahn verwies er den Schweizer Olympiareiter Werner Muff mit einem Pferd namens Daimler und die deutsche Amazonenmeisterin Simone Blum auf ihrer Alice auf die Plätze.
Toller Erfolg für die Eppelheimer Amazone Tina Deuerer: Auf ihrem Hengst Chanoc kam sie mit einem fehlerfreien Ritt ins Stechen, blieb dort ebenfalls ohne Abwurf und platzierte sich im internationalen Feld auf Rang neun.
Das Championat hatte schon vor der Entscheidung einen Rekord gebrochen. Parcourschefin Christa Jung hatte das Starterfeld offenbar unterschätzt, so dass 17 Starterinnen und Starter im Normalparcours fehlerfrei blieben und zum Stechen antreten konnten. Das lag auch daran, dass der starke Regen dem Mühlfeld-Geläuf nicht das Geringste ausmachte; die Bedingungen waren bis zum letzten Ritt absolut top (rok/Foto: Frieler).
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