FN-Tagungen in Stuttgart: Graf zu Rantzau bleibt Vorsitzender
Heute und morgen finden in Stuttgart die Jahrestagungen der FN statt. Am ersten Tag stand unter anderem die Wahl des Vorstandes Sport statt. Alter und neuer Vorsitzender ist Breido Graf zu Rantzau, der morgen auch noch in seiner Funktion des Präsidenten wiedergewählt werden muss. Vier weitere Jahre also wird das Holsteiner Urgestein die Belange des Sports als Vorsitzender in Warendorf vertreten. Stellvertretender Vorsitzender ist nicht mehr Axel Milkau. Der Niedersachse konnte Beruf und Ehrenamt nicht länger in gewohnter Weise ausüben. Nachfolger von Milkau ist Dr. Harald Hohmann, Präsident des Hessischen Pferdesportsverbandes. Bestätigt in ihren Ämtern im Vorstand wurden Wolfgang Egbers (Ausbildung), Silke Gärtner (Breitensport), Peter Holler (Turniersport), Peter Hofmann (Veranstalter) sowie Heidi van Thiel (Jugend).
Breido Graf zu Rantzau zeigte sich bei den FN-Tagungen gewohnt kritisch: Er stellte die Frage in den Raum, ob die FN im Turniersport richtig aufgestellt seiund dass man mit dem neuen Abzeichensystem noch besser in Kommunikation treten müsse - es sei kein Selbstläufer, auch wenn ein positiver Trend erkennbar sei.
Was den Vorsitzenden freut: Es habe im vergangenen Jahr nur noch 14 Medikationsfälle gegeben - allerdings seien davon sieben im Juniorenbereich gewesen. Mehr als verärgert zeigte sich Graf zu Rantzau darüber: "Damit haben die Kinder sicher nichts zu tun, sondern die überehrgeizigen Eltern!"
"Nachbesserungsbedarf" äußerte der Breitenburger in Richung Ausbildungsabteilung. Der Änderungsvorschlag Nummer 13 zur LPO nämlich wurde mit 130 Ja-Stimmen, vier Enthaltungen und 79 Nein-Stimmen (auch Frank Reutter als LK-Vorsitzender stimmte mit Nein für Baden-Württemberg) kritisch diskutiert, aber letztlich angenommen. Hier geht es um den Beinschutz, der künftig nicht mehr mit Betreten des Abreiteplatzes geändert werden darf. Es wurde in der Vergangenheit darüber diskutiert, ob die jungen Springpferde ohne Gamaschen am Hinterbein zu springen haben, doch tat sich diesbezüglich eine große Gegnerschaft auf, die meinte, dass man damit die Springreiter unter einen Generalverdacht stellen würde. Mit der neuen Änderung wäre klar, dass Gamaschen dem Schutz der Pferdebeine dienten und daher nicht limitiert werden sollten. Und der Manipulationsvorwurf würde so gut wie entkräftet dadurch, dass die Pferde schon mit der Ausrüstung auf den Abreiteplatz kämen. (mos)
Ähnliche Meldungen
Warte mal kurz...
Hat Dir der Beitrag gefallen? Ja? Dann schnupper doch mal in unsere Printausgaben.