Datenschutzeinstellungen

Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel, deshalb verwenden wir Cookies. Mit diesen ermöglichen wir, dass unsere Webseite zuverlässig und sicher läuft, wir die Performance im Blick behalten und Sie besser ansprechen können.

Cookies werden benötigt, damit technisch alles funktioniert und Sie auch externe Inhalte lesen können. Des Weiteren sammeln wir unter anderem Daten über aufgerufene Seiten, getätigte Käufe oder geklickte Buttons, um so unser Angebot an Sie zu verbessern. Mehr über unsere verwendeten Dienste erfahren Sie unter den "Cookie-Einstellungen".

Mit Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Dienste einverstanden. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung auf die Zukunft widerrufen oder ändern.

Montag, 10.04.2017 um 12:23

Goldenes Reiterkreuz für Karl-Heinz Streng

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Der Reitmeister aus Mosbach, langjährige Landestrainer und Ausbilder zahlreicher Berufsreiter wird es Anfang Mai in Mannheim verliehen bekommen, Was aber außergewöhnlich ist: ausgerechnet das Präsidium des baden-württembergischen Landesverbandes wollte die Verleihung nicht beantragen.

Über dieses Vorgehen im „Ländle“ ist man nicht nur bei der FN in Warendorf erstaunt. Normalerweise ist ein Landesverband froh und stolz, wenn ein verdienter Pferdemann und Hippologe für die höchste Ehrung des deutschen Reiterverbandes in Frage kommt. Dass „Kalli“ Streng, der im November letzten Jahres 75 Jahre geworden ist, das Deutsche Reiterkreuz in Gold dennoch ans Revers geheftet bekommt, ist der Zielstrebigkeit  des Mannheimer Reitervereinspräsidenten Peter Hofmann zu verdanken.

Hofmann, der auch Mitglied im FN-Präsidium ist, hatte in Absprache mit dem deutschen Reiterpräsidenten Breido Graf zu Rantzau die Verleihung über den Landesverband bei der FN beantragt. Das ist das übliche Verfahren. Allerdings kam bekam Hofmann vom Landesverband ein ablehnendes Schreiben, unterzeichnet von Landesverbandspräsident Gerhard Ziegler. Er bezieht sich in dem Brief auf eine Beantragung aus dem Jahr 2007, die seinerzeit abgelehnt worden war. Seither seien keine weiteren herausragenden Verdienste hinzugekommen, heißt es. Daher sei im Präsidium keine Mehrheit für eine Beantragung das Reiterkreuzes an den Reitmeister zustande gekommen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre war Streng unter viel Anteilnahme von internationalen Aufgaben aus Altersgründen zurückgetreten, zum Beispiel von der Steward-Tätigkeit in Aachen, er bekam aber unter anderem auch die Felix-Bürkner-Medaille des Deutschen Berufsreiterverbandes und amtierte mehrfach als Equipe-Chef eines deutschen Nationenpreisteams.

Hofmann wollte die Absage aus Kornwestheim nicht akzeptieren und ging andere Wege, so dass die Beantragung des Reiterkreuzes nun vom DOKR-Springausschuss, unterstützt von Bundestrainer Otto Becker persönlich, und von der Interessengemeinschaft der baden-württembergischen Springreiter IGS ausging. Diese Anträge wurden bei der FN in Warendorf angenommen – auch ohne Unterstützung des Landesverbandes. Die Verleihung wird auf dem Mannheimer Maimarkt vor großem Publikum stattfinden.

Das Reiterjournal berichtete auf seiner Internetseite am Tag der Delegiertenversammlung über den Vorgang. Mit dem Ergebnis, dass ein sichtlich beleidigter Landesverbandspräsident das Fachmagazin unwirsch abbügelte. Ein solches Schreiben gebe es gar nicht. Zu diesem Zeitpunkt hatten eine Reihe von Delegierten die Mail aber bereits weitergeleitet bekommen und gelesen. Sie lag und liegt der Redaktion schwarz auf weiß vor. Gerhard Ziegler rechtfertigte sich daraufhin, es gebe kein „von mir unterzeichnetes Schreiben, sondern nur eine vertrauliche E-Mail“ jenes Inhaltes.

(rok). 

Foto: (OK)

Bewerten
  • - nicht gut
  • - sehr gut
Übersicht
×
Reiterjournal Special

Warte mal kurz...

Hat Dir der Beitrag gefallen? Ja? Dann schnupper doch mal in unsere Printausgaben.

gleich gehts weiter...