Basel: Henrik von Eckermann sichert sich die Goldene Trommel
Das Championat der Stadt Basel war an diesem Samstagabend stärker besetzt denn eh und je. Gleich mehrere Springreiter der Top Ten der Weltrangliste gaben sich die Ehre, dementsprechend spannend blieb das Springen um die „Goldene Trommel der Stadt Basel“ bis zum Schluss. Vor vollbesetzten Rängen der Basler St. Jakobshalle gingen 44 Starter an den Start des 1,55 Meter-Springens, zehn von ihnen sollten im ersten Umlauf ohne Fehler bleiben.
Nachdem die erlaubte Zeit des Umlaufs von zunächst 70 Sekunden auf nur noch 68 Sekunden herunter gesetzt worden war, war es in einigen Fällen auch tatsächlich die Uhr, die den Einzug ins Stechen verhinderte. So etwa beim Schweizer Edouard Schmitz, der den zweiten Umlauf mit Cuno um lediglich 0.08 Sekunden verpasste oder dem Brasilianer Marlon Modolo Zanotelli, der es mit Grand Slam VDL ebenfalls mit einem Zeitfehler auf dem Konto noch in die Platzierung schaffte. Für wahre Begeisterungsstürme sorgte auch die junge Springreiterriege der einheimischen Eidgenossen, die sich im Springen der Goldenen Trommel zwischen der Weltspitze nicht verstecken musste. So verpasste die junge Aurelia Loser mit Meibloem vd Donkhoeve mit einem Zeitfehler denkbar knapp Stechen und Platzierung oder auch die 18-jährige Geraldine Straumann, die mit Qualoma Z, zwei Zeitfehler auf dem Konto hatte. Das Publikum feierte seine jungen Lokalmatadoren dennoch.
Im Stechen sorgte Doppel-Weltmeister Henrik von Eckermann wieder für Aufsehen, dieses Mal im Sattel der zehnjährigen Brandenburger Stute Calizi. Gleich als zweiter Starter hatte der erfolgsverwöhnte Schwede mit 38.18 Sekunden die Messlatte gelegt, die es zu schlagen galt. Im Sattel der wieselflinken Cellestial-Tochter hatte von Eckermann am vorletzten Sprung etwas Glück, letztendlich blieb aber alles liegen und die Zeit sollte von der Konkurrenz nicht zu toppen sein. Als vorletzter Starter blieb dem Olympiasieger von Tokio der Holländer Harrie Smolders dicht auf den Fersen. In gewohnter Manier sprang der Holsteiner Hengst Uricas vd Kattevennen hervorragend in beiden Runden. Bereits im ersten Umlauf war der bildschöne Sohn des Uriko nach den Sprüngen blitzschnell wieder auf den Füßen, es war klar, dass die beiden im Stechen um den Sieg mitreiten würden. Am Ende sollte es mit 38.97 Sekunden Platz zwei werden.
Basel bleibt ein gutes Pflaster für Gerrit Nieberg. Als bester Deutscher platzierte er den großrahmigen Schimmel Blues d’Aveline CH, der ganz unbeeindruckt von der Kulisse einen riesen Job im Parcours erledigte, mit zwei tadellosen Nullrunden auf Rang drei. Auch Hans-Dieter Dreher und ein erneut bestens aufgelegter Cous Cous wollten im Championat von Basel ein Wörtchen mitreden. Spielerisch drehte der Holsteiner Cachas-Nachkomme einen hervorragenden ersten Umlauf unter Baden-Württembergs Aushängeschild. Im Stechen begann das Paar erneut bärenstark, bis zur Schlusslinie waren Hansi und sein Wunder-Schimmel, mit dem er zuletzt in Mechelen Zweiter im Weltcup-Springen wurde, fehlerfrei und wirklich schnell unterwegs. Zwei Stangen sollten dann aber an den letzten beiden Sprüngen in den Sand fallen. Schade, die Zeit hätte gereicht um den Weltmeister aus Schweden zu schlagen! (akb)
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