Ellwangen: Hoch bewertete Stuten beim Kalten Markt
Endlich wieder ein „Kalter Markt“. Wegen der Corona-Pandemie war die Traditionsveranstaltung 2021 und 2022 ausgefallen. Erst dieses Jahr war die von Züchtern und Fahrern gleichermaßen geschätzte Pferdeprämierung - traditionell am Montag nach Dreikönig – wieder aufgenommen worden. Der Zuspruch war allerdings geringer als bei der letzten Auflage. Immerhin spielte das Wetter einigermaßen mit. Bei der Kür der Siegerstuten und beim Umzug zeigte sich zur Freude der Aussteller und der vielen sachkundigen Zuschauer kurzzeitig sogar die Sonne. Und so kamen alle auf ihre Kosten.
Den begehrten „Detlev-von-Welck-Preis“ für die beste Jungstute heimste der sieggewohnte Züchter Ulrich Ostermann aus Adelmannsfelden für die von ihm gezogene und vorgestellte dreijährige Clara von Catoki aus der Chiara von Coretino ein.
Für die Wahl zur Siegerstute des Kalten Marktes 2023 bei den Dressur- und Springpferden hatten sich neun Stuten qualifiziert, die Siegerinnen oder Reservesiegerinnen ihrer Klassen waren. Zur Siegerstute kürte die Jury (Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, Karl-Heinz Vollmer, Reinhold Hagmeyer und Norbert Freistedt) die von Paul Schlipf aus Rainau gezogene dreijährige dunkelbraune Fajar von Fürstenball aus der Royal Star von Rotspon. Royal Star war vor Jahren selbst Gesamtsiegerin geworden. Vorgestellt wurde die Siegerin Fajar von Matthias Schepper.
Siegerin der Kaltblutstuten, die von Manfred Weber und Erika Krämer bewertet worden waren, wurde die achtjährige Schwarzwälderin Hexle von Wilder Retter aus der Hedda von Rubin aus der Zucht und im Besitz von Roland Bäuerle aus Neuler. Die Konkurrenz im Endring der sechs Kaltblut-Stuten überzeugte mit hoher Qualität. Mehrere Teilnehmerinnen hatten bereits die Staatsprämie erhalten und waren im Leistungsstutbuch eingetragen.
Siegerin bei den von Michaela Gstach bewerteten und kommentierten Kleinpferden wurde die vierjährige Shetland-Fuchsstute Elmhorst Beluga von Elmhorst Moneymaker aus der Elmhorst Bisquit von Hermits Gold. Ausgestellt wurde die Stute, die zuvor auch Siegerin ihrer Gruppe gewesen war, von Walter Steinsberger aus Wangen.
Als bestes der vorgestellten Gespanne im Fahr-Ring stellte die Jury unter Leitung des Marbacher Hauptsattelmeisters Fred Probst einen Kleinpferde-Einspänner in Freizeitanspannung heraus. Überzeugend präsentiert hatte diese Anspannung Alisha Ladenburger aus Ellwangen mit ihrem Mini- Shetty Arend von Wellsedam.
Beste der beiden Altwürttemberger Stuten wurde die 18jährige Clara von Corse aus der Evi von Epos aus der Zucht von Oskar Köngeter, im Besitz von Marco Köngeter aus Alfdorf-Brech.
Aufgetrieben wurde 68 Stuten, darunter 39 Warmblutstuten. Vergeben wurden im Umfang von 5 280 Euro 87 Erste Preise und ein Dritter Preis. Bei den 18 Gespannen wurden ausschließlich Erste Preise im Umfang von 1 275 Euro vergeben. Beim Kalten Markt 2022 waren 92 Stuten und 33 Gespanne bewertet worden. heo
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