Stuttgart: Ruby Barr gewinnt Wertung zur FEI Ponies Trophy, Favorit James Derwin Zehnter
In der Wertungsprüfung zur FEI Jumping Ponies Trophy in der Stuttgarter Schleyer-Halle wurden die Karten neu gemischt. Während die Iren in der Einlaufprüfung mit schnellen und fehlerfreien Runden überzeugten, war heute alles anders. Der Favorit musste zwei Verweigerungen hinnehmen, seine Landsmänner hatten Abwürfe. So hatte schließlich die Engländerin Ruby Barrs die Nase vorn: Mit ihrem 17-jährigen Casper war sie bereits am Freitag gut platziert gewesen. Auch heute zeigte sie eine schnelle und fehlerfreie Runde im Stechen. Zweite wurde die norwegische Meisterin der Ponyreiter, Julie Årebrot Skai, mit ihrem neunjährigen Wallach Shannon’s Joy. Sie hatte die erste fehlerfreie Runde im Stechen hingelegt, letzlich die einzige außer der Siegerin.
Wie schon der Umlauf hatte auch der Stechparcours seine Tücken. Luftige Steilsprünge konnten zwar aus der engen Wendung angeritten werden. Doch manche Reiter waren etwas zu risikofreudig, wendeten zu knapp und hatten dadurch Abwürfe oder sogar Verweigerungen. Auch der Gewinner der Einzel-Bronzemedaille bei den Europameisterschaften der Ponyreiter in diesem Jahr, Coen Williams aus Irland, musste einen Abwurf hinnehmen. Seine Zeit hätte allerdings gereicht für den Sieg. So wurde es Platz drei. Die Belgierin Laure Tijskens und ihr Fuchs Navayo wurden Vierte. Absoluter Hingucker: Ein lustiges Emoji auf Navayos Hinterteil, das die Zunge raustreckt. Platz fünf ging an den Zweitplatzierten vom Freitag, den Iren Ben Walsh mit seiner Stute Derryvane Belle. Die Schwedin Willia Ohlinger Axelsson wurde Sechste vor der Belgierin Marthe-Louize Dieu. Auf Platz acht kam die deutsche Vizemeisterin Leonie Pander mit zwei Abwürfen im Sattel ihrer neunjährigen Indimill. Sie zeigte aber, dass sie nichts so leicht aus dem Gleichgewicht bringt: Vor der Kombination und dem abschließenden Oxer hatte sie ihren rechten Steigbügel verloren. Dass man mit einem Pony trotzdem über 1,35 Meter springen kann, bewies sie zweifelsohne.
Auch Rang neun ging nach Deutschland: Leonie Assmann mit ihrer neunjährigen Hankifax. Der Sieger der Einlaufprüfung und Doppel-Europameister James Derwin hatte unterdessen Probleme im Stechen: Nach einer zu engen Wendung konnte sein Rincoola Babog nicht mehr abspringen. Danach war der Rhythmus weg. Nach einem Abwurf kam das Paar auch noch an den Aussprung der Kombination völlig unpassend. Das Paar wurde disqualifiziert. Es reichte aber noch für Rang zehn. Jolie Kühner verpasste durch einen Abwurf mit ihrem Del Piero II den Einzug ins Stechen, wurde aber noch als Elfte platziert. Ebenso Franca Clementine Kröly, sie wurde mit ihrem Karim van Orchid’s Zwölfte.
Für das Finale in Mechelen qualifizieren sich die 20 besten Ponyreiter aus Europa. Wer nicht aus Europa kommt, muss mindestens so viele Punkte erreichen wie der Letztqualifizierte aus Europa. (mj)
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