Halbfinale Süd DERBY Stars von Morgen: Wir fahren nach Münster!
Bei der heutigen Finalqualifikation beim Halbfinale Süd in der Serie DERBY Stars von Morgen ging es um alles. Denn nur die besten acht Reiter der heutigen Prüfung auf Gut Ising sind beim Finale Anfang Januar im Rahmen des AGRAVIS Cups in Münster startberechtigt. Im Finale kommen noch die besten acht Paare aus dem Halbfinale Nord hinzu. In den vorderen Reihen zeigte sich ein unverändertes Bild und Rudi Widmann gab mit seinem imposanten Hengst Ferrari, wie auch schon in der Einlaufprüfung, den Ton an. Auch heute knackten die Beiden die 74-Prozentmarke und im Vergleich zum ersten Tag waren sich heute auch die Richter über den Sieger einig. Der zehnjährige Hengst begann gewohnt stark mit tollen Trabverstärkungen und Trabtraversalen. Auch die Piaff Passage Tour zeigte sich wieder ausdrucksstark, wobei sich Ferrari in der ersten Passage sehr hoch im Genick zeigte. Die Piaffen gelangen schon gut zentriert auf der Stelle. Auch im Galopp punkteten die Beiden u.a. mit guten Verstärkungen und zentrierten Galopppirouetten, wobei der Hengst hier noch besser in Stellung und Biegung nachgeben könnte. Bei dieser starken Prozentzahl schlichen sich sogar noch Fehler ein und so sprang Ferrari den ersten Wechsel der Zweierwechsel hinten gleichzeitig und auch in den Einerwechseln zeigte sich nicht jeder Wechsel gut durchgesprungen. Auf der letzten Mittelinie war der Hengst dann beim Übergang in die Piaffe kurz irritiert und so gestaltete sich dieser über den Schritt. Den zweiten Platz sicherte sich heute Ralf Kornprobst auf seinem sympathischen zehnjährigen Trakehnerwallach TSF Cayenne RS (72,5 Prozent). Sie überzeugten mit einer sehr durchlässigen Runde und punkteten besonders in einer ausdrucksstarken Piaff-Passage-Tour sowie sicheren Serienwechseltouren. Die Galopppirouetten gelangen besser als gestern, jedoch könnte hier der Wallach teilweise noch besser durchspringen. Rudi Widmann und sein zweites Pferd, der zehnjährige Rock Forever Nachkomme Revenant, folgten mit 71,7 Prozent auf Rang drei. Die Qualifizierten für das Louisdor Preis Finale in der Frankfurter Festhalle im Dezember begannen mit einer guten Trabverstärkung und toll kreuzenden Trabtraversalen. Die Passagen zeigten sich ausdrucksstark, jedoch könnte der Hengst hier noch aktiver aus der Hinterhand abfußen und dadurch mehr aushalten. Ein teurer Fehler passierte im Übergang zur ersten Piaffe. Hier kam Revenant hinter die treibenden Hilfen von Rudi Widmann, galoppierte an und piaffiert dann erst an. Die zweite Piaff Passage Tour zeigte sich stark verbessert. Auch in der Galopptour sah man, dass Revenant heute nicht optimal vor den treibenden Hilfen stand. So zeigte sich der Durchsprung leicht rollend. Die Zweierwechsel gelangen fehlerfrei und die Galoppirouetten gut zentriert. In den Einerwechseln schlich sich gegen Ende ein Zweierwechsel ein.
Zwei Damen aus dem Ländle für MünsterHinter diesem starken Spitzentrio folgte ein nicht weniger starkes Duo aus dem Ländle. Meike Lang und ihr zehnjähriger Württemberger Ferrabeau (Z.: Anja Riß) rangierten auch heute mit 71,6 Prozent auf dem vierten Platz, dabei sah sie ein Richter sogar auf dem zweiten Platz. Der großrahmige Wallach begann energisch mit einer ausdrucksstarken Trabverstärkung und fließenden Trabtraversalen. Die Piaff Passage Tour zeigte sich auch heute energisch nach oben abfußend sowie schon sehr gesetzt. Besonders in der Piaffe findet Ferrabeau noch nicht immer zu optimalen Balance, wodurch er teilweise in der Vorhand etwas schwankt. Im Vergleich zur Einlaufprüfung zeigte sich die Schritttour verbessert, jedoch noch nicht optimal losgelassen und mit großem Übertritt. Auch heute brillierten die Beiden mit einer sehr sicheren Galopptour, in welcher es einige Höhepunkte zu sehen gab. Beispielsweise gelangen sowohl die Zweier- als auch Einerwechsel schnurgerade und ins Bergauf gesprungen. Die Galopppirouetten zelebrierte Meike Lang auf kleinstem Kreis und mit guter Lastaufnahme, teilweise könnte der Wallach noch besser vor dem inneren Bein stehen, durchspringen und demnach noch mehr Last aufnehmen. Mit diesem tollen vierten Platz in einem auch heute enorm starken Starterfeld sicherten sie sich ein Finalticket. Dies machte auch eines der Überraschungspaare der Saison, Madlin Zott und ihre zehnjährige Württemberger Stute Quadrofina (Z.: Klaus Pfrommer) (71,2 Prozent). Die beiden punkteten sich mit toll abfußenden Passagen, aktiven Piaffen sowie sicheren Zweierwechseln zum fünften Platz. Trotzdem die Stute teilweise vom Licht und Schatten Wurf auf dem Hufschlag irritiert war, zeigte sie sich heute in der Oberlinie losgelassener und ließ sich von ihrer Reiterin stets zur guten Mitarbeit überzeugen. In den Galopppirouetten nimmt die Stute gut Last auf, könnte jedoch teilweise noch besser durchspringen. Auch zum Ende der Einerwechsel schlichen sich Fehler ein. Hinter Zott folgte Uwe Schwanz im Doppelpack. Der bayerische Erfolgreiter rangierte mit dem neunjährigen DSP-Wallach Dhamani und 71,2 Prozent Rang sechs sowie mit dem achtjährigen Wallach Don Lauris und 71,1 Prozent Rang sieben. Cosima von Fircks und Nymphenburg´s Easy Fellow sicherten sich das letzte Finalticket und rangierten mit 69,4 Prozent auf dem achten Platz. Nicole Isser, Anna-Louisa Fuchs und Ines Knoll folgten mit ebenso guten Runden, jedoch teuren Fehlern, auf den letzten drei Plätzen. (msb)
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