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Samstag, 05.11.2022 um 20:05

Das „Bärchen“ kämpft sich in die Platzierung

© honorarfreie Nutzung des Bildes

An diesem Wochenende findet auf Gut Ising das Halbfinale Süd der Serie DERBY Stars von Morgen statt, welche in diesem Jahr bundesweit ausgeschrieben ist. Im jeweiligen Halbfinale dürfen jene Reiter antreten, die in den Qualifikationsprüfungen der Serie mindestens 65 Prozent erhalten haben. Aus dem Halbfinale qualifizieren sich die besten acht Reiter aus „Nord“ und „Süd“ für das bundesweite Finale in Münster. Die heutige Einlaufprüfung des Halbfinale Süd bestach durch ein enorm hohes Niveau und wurde besonders von einem Reiter dominiert. Rudi Widmann belegte sowohl Platz 1 als auch 2. Im Sattel seines zehnjährigen Hengstes Ferrari erhielt er starke 74,2 Prozent und überzeugte einmal mehr alleine schon durch die hohe Grundqualität des Hengstes in den Grundgangarten. Demensprechend zeigten die Beiden tolle Verstärkungen, super kreuzende Trabtraversalen und ausdrucksvolle Passagen. Auch die Piaffen gelangen aktiv abfußend. Die Galopppirouetten gelangen auf kleinsten Kreis und mit guter Lastaufnahme. Die Serienwechsel zeigten sich fehlerfrei, jedoch v.a. in den Einerwechseln nicht immer ganz gleichmäßig durchgesprungen. Alles in allem eine Runde, an der es nicht viel zu meckern gab und am Ende konnte man sich wahrlich streiten, welcher seiner beiden Hengste vorne stehen sollte. Auch die Richter waren sich uneinig. Schlussendlich musste sich der zehnjährige Hengst Revenant, welcher sich in diesem Jahr schon für das renommierte Finale des Louisdor Preises qualifizieren konnte und sich im Jahr 2017 bei den fünfjährigen Dressurpferden die Bronzemedaille sowie 2018 den Titel der sechsjährigen Dressurpferde beim Bundeschampionat sicherte, um drei Punkte von seinem Stallkollegen geschlagen geben. Rudi Widmann und sein Revenant punkteten sich mit einer gleichmäßigen und aktiven Piaff-Passage-Tour, ausdrucksvollen Verstärkungen und toll kreuzenden Trabtraversalen zu 73,9 Prozent. Auch die Galopppirouetten gelangen mit guter Lastaufnahme. Bei der zweiten Galopppirouette zeigte sich bei der Ausleitung kurz ein kleiner Schwungverlust. Die Serienwechsel gelangen fehlerfrei, jedoch noch sehr aufwändig. Auf dem dritten Platz folgte Ralf Kornprobst mit dem ebenso für das Louisdor Preis Finale qualifizierten zehnjährigen Trakehnerwallach TSF Cayenne RS und 72,6 Prozent. Sie punkteten mit einer guten Trabtour sowie fehlerfreien Serienwechseln und verloren besonders in den Galoppirouetten wertvolle Punkte, wo der Wallach besser vor dem inneren Bein stehen sollte und demnach besser durchspringen müsste. 

Vielversprechende Nachwuchshoffnungen aus dem Ländle

Aus baden-württembergischer Sicht haben es gleich mehrere Damen ins Halbfinale Süd geschafft und behaupteten sich in der heutigen Einlaufprüfung mehr als gut. Allen voran schafften es Meike Lang und ihr zehnjähriger Württemberger Ferrabeu (Z.: Anja Riß), welcher im Stall auch Ferrabär genannt wird, mit 72,3 Prozent auf den vierten Platz. Der großrahmige Wallach besticht durch viel Ausdruck und begann die Aufgabe mit schön kreuzenden Trabtraversalen, einer ausdrucksvollen Passage sowie einer schon gut zentrierten Piaffe. In der Passage hält Ferrabeau schon gut aus. Die erste Piaffe zeigte sich in der Vorhand leicht schwankend. Auf diese gute Trabtour folgte dann eine nicht ganz gelassene Schritttour, was die Beiden in der Galopptour jedoch schnell wieder wett machen konnten. Auf ausdrucksvolle Verstärkungen folgten kleinste Galopppirouetten, wobei Ferrabeau hier für noch höhere Noten noch mehr Last aufnehmen könnte. Die Serienwechsel gelangen fehlerfrei. Im Vergleich zu Meike Lang, die mit einer Richterin etwas Glück hatte, hatte Anna-Louisa Fuchs mit ihrem immer besser werdenden elfjährigen Wallach Rizzoli in der Richterbewertung mit den Platzziffern 11, 4, 3 großes Pech. Daraus folgte mit 71,6 Prozent der ärgerliche erste Reserverang. Auch heute verdeutlichten die Beiden, dass sie enorm an Sicherheit gewonnen haben. Auf sehr ausdrucksvolle Trabverstärkungen und Trabtraversalen folgte eine gleichmäßige Piaff Passage Tour. Die Piaffen zeigten sich diagonal und aktiv abfußend, jedoch im noch erlaubten leichten vorwärts angelegt. Ein wahres Highlight waren die Einer- und Zweierwechsel, die der Wallach schnurgerade und schön ins Bergauf nach vorne sprang. Einzig in den Galopppirouetten könnte Rizzoli noch besser durchspringen und Last aufnehmen. Auch ein weiteres aufstrebendes Paar der Saison verfehlte heute nur knapp die Platzierung. Madlin Zott und ihre zehnjährige Württembergerin Quadrofina (Z.: Klaus Pfrommer) erhielten 70,5 Prozent und rangierten auf Platz acht, was in Hinsicht Finalqualifikation ebenso ein aussichtreicher Platz ist. Die Stute überzeugte einmal mehr in einer ausdrucksvollen Piaff-Passage-Tour. Die Beiden verloren Punkte als Quadrofina vor den Einerwechseln einmal nicht ganz gut durchsprang. Auch in den Galopppirouetten könnte sie teilweise noch besser durchspringen. Nicole Isser und ihr hübscher Württemberger DiCaprio (Z.: ZG Ott) lieferten ebenso eine schöne Runde und rangierten mit 69,8 Prozent auf dem zehnten Platz. Ines Knoll und der elfjährige Wallach High Noon mussten heute noch Fehler in Kauf nehmen und rangierten mit 68,9 Prozent auf Rang elf. Nicole Isser folgte mit ihrem zweiten Pferd, der zehnjährigen Stute Pippi Lotta, auf Rang 13. Die morgige Finalqualifikation verspricht sehr spannend zu werden und auch wenn es morgen von „null“ losgeht, befinden sich unsere Damen aus dem Ländle mit ihren Nachwuchshoffnungen in einer guten Ausgangsposition. (msb)

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