Starker Abschluss des Reutlinger Dressurturniers
Der abschließende Grand Prix des Reutlinger Dressurturniers stand wie so viele Prüfungen des Turniers unter dem Motto „Klein aber fein“. Die Hauptprüfung des Turniers verfügte nur über sieben Starter. Doch nun folgte das große Aber, nämlich über enorm gute Starter. Allen voran verzauberte Dorothee Schneider mit ihrem elfjährigen Lordswood Dancing Diamond und siegte mit sensationellen 77,5 Prozent. Die Prüfung befand sich auf Weltklasseniveau und ließ nur wenige Wünsche offen. Auf enorm durchkreuzende Trabtraversalen folgten ausdrucksstarke Passagen und fleißige Piaffen. Auch im Galopp hagelte es für die fehlerfreien Serienwechseln und Galopppirouetten mit maximaler Lastaufnahme reihenweise Achter-Noten. Einzig die Piaff-Passage-Übergänge gestalten sich noch nicht immer ganz durchlässig. Doch das war wahrlich Meckern auf hohen Niveau. Mit Lordswood Dancing Diamond verfügt Dorothee Schneider neben Dante´s Hit über eine weitere sehr große Zukunftshoffnung. Doch so ganz einsam an der Spitze war die Deutsche Meisterin nicht. Janina Kahl und ihr Emiliano waren dem Siegerpaar mal wieder am dichtesten auf den Fersen und punkteten einmal mehr mit einer tollen Piaff-Passage-Tour, super zentrierten Galopppirouetten und toll nach vorne gesprungenen Serienwechseln. Bei diesem Ergebnis verloren die Beiden mit einem „gemopsten“ Wechsel nach dem starken Galopp sogar noch Punkte. Die gestrige Siegerin Katrin Burger und ihr auffälliger Lusitanohengst Incrivel folgten mit 70,6 Prozent auf dem dritten Platz. Auch heute überzeugten sie mit einer guten Piaff-Passage-Tour, wobei sich diese im Vergleich zu gestern sogar noch gleichmäßiger zeigte. Im Galopp punkteten die Beiden v.a. in der Galopppirouetten. Teilweise kam der neunjährige Hengst hier jedoch etwas zu eng. Auf dem vierten Platz behaupteten sich Victoria Rohrmuss und ihr sympathischer Corelli de Luxe (69,2 Prozent). Ihre Prüfung war von sehr viel Gleichmaß geprägt. Zum Abschluss dankte nicht nur Gotthilf Riexinger seinen Helfern und Sponsoren, sondern auch Dorothee Schneider war des großen Lobes würdig. Die Mannschaftsolympiasiegerin war, wie alle Reiter des Turniers, von den optimalen Bedingungen sowie der guten Organisation begeistert und kommt im nächsten Jahr gerne wieder! (msb)
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