Beck gewinnt in Bisingen
Er hat so viel schon gewonnen, aber der Große Preis von Bisingen-Hohenzollern fehlte auf seinem Konto noch: Timo Beck hat am Sonntag mit seiner Mirabell van de Oudevelhoeve nun auch diesen Klassiker eingefahren, das nächste Drei-Sterne-Springen einen Monat nach dem Großen Preis von Bietigheim-Bissingen.
Der „Mr. BW-Bank-Cup konnte seine belgische Stute dabei von eine auf den nächsten Tag wieder sensationell steigern. In der Siegerrunde wurde es aber denkbar knapp. Von den Favoriten ritt als erster Hans-Dieter Dreher mit seinem Schimmel CousCous in den Parcours. Der zehnjährige Holsteiner traf aber schon am dritten Sprung eine Stange. Dann Richard Vogel, der mal wieder nahe der alten Heimat antrat. Er setzte alles auf eine Karte, kam dadurch aber unpassend an den Sprung: ein Abwurf für seinen Accoton PS.
Das brachte Timo Beck in die Lage, auf Nummer sicher zu gehen. Aber beinahe hätte er sich verschätzt, weil der blitzsauber agierende Oberschwabe Sven Sieger auf seiner feinen Stute Daytona nach ihm ebenfalls fehlerfrei blieb – allerdings blieb Sieger ein gutes Zehntel langsamer – ein Wimpernschlag - so dass Beck der Gewinner vor Sieger war.
Sieben Paare hatten die Siegerrunde erreicht – fünf davon mit „weißer Weste“; wieder einmal eine Punktlandung von Parcourschefin Christa Jung. Knapp gescheitert war Multi-Meister Michael Jung, der mit dem Westfalen Chuck Chai einen Abwurf hinnehmen musste.
Zuvor hatten am Bisinger Schlusstag Adrian Schmid und Günter Treiber zwei weitere S-Springen gewonnen: Günter Treiber aus Eppelheim siegte am Morgen in einem Zwei-Sterne-Springen auf Cloudy Bay vor dem Leinfeldener Ausbilder Julian Stahl am Ende einer starken Saison auf Prinz Paolino und Remo Allgäuer auf Concorioso.
Adrian Schmid, Chef im Reitsportzentrum Boll gewann auf der siebenjährigen Schweizer Stute Camira von Croesus/Cornet Obolensky das Finale der Youngster-Tour.
Mühlacker auf Rang zwei
In Bisingen haben traditionell auch die Voltigiersportler ihren Platz. Hier waren die Landesmeister von Pegasus Mühlacker nach dem ersten Tag Favoriten auf den Gesamtsieg, dann zogen die Bayern aus Allgäu-Illertal in letzter Minute vorbei. Nur im ersten Moment waren die Mädchen von Longenführerin Antonia Schubert ein bisschen enttäuscht und über das Richterurteil verwundert. „Wir können mit diesem zweiten Platz gut leben, wir sind sehr zufrieden, vor alle mit unserem Däumling.“ So heißt ausgerechnet der 1.80 Meter große Dunkelbraune der Truppe (rok/Foto: Roger Müller).
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