Ludwigsburg: Frederic Wandres gewinnt Grand Prix Special. Nicole Casper wird Fünfte
Frederic Wandres und Bluetooth haben mit deutlichem Abstand den CDI4* Grand Prix Special in Ludwigsburg gewonnen, auch die Plätze zwei und drei gehen an den Stall Kasselmann. Nicole Casper und Birkhof's Don Röschen wurden Fünfte.
Frederic Wandres und der der zwölfjährige Oldenburger Bluetooth siegten im Grand Prix Special, der letzten Prüfung des viertägigen internationalen Dressurfestivals in Ludwigsburg. Zwölf Paare waren an den Start gegangen, mit fast fünf Prozent Vorsprung setzte sich das Paar aus dem Stall Kasselmann an die Spitze. Und das mit neuer persönlicher Bestleistung: 77,149 Prozent. Die 77 zu knacken, das war das Ziel: „Im Grand Prix hat das noch nicht ganz geklappt (74,696 Prozent, Anm. der Red.). Aber heute hat er sich sehr gut angefühlt“, freut sich Frederic Wandres. Nachdem er Bluetooth in Herning als Zweitpferd dabei hatte, haben sie fleißig weiter trainiert. Mit Erfolg! „Er ist ein sehr elegantes Pferd und möchte sich immer präsentieren“, lobt er. Ganz klar vor Augen habe er die Europameisterschaften im nächsten Jahr. Besonders ausdrucksstark heute waren die Passagen, weit kreuzend und sehr elastisch, für die es auch ein „sehr gut“, die Neun, gab. Die Galoppwechsel zu zwei Sprüngen gelangen ebenfalls sehr gut, in den Einerwechseln ein kleiner Wackler.
Zweite wurde Stallkollegin Anna-Christina Abbelen mit ihrem 15-jährigen Sam Donnerhall. 72,383 Prozent vergaben die Richter – auch für dieses Paar persönliche Bestleistung. Der große Dunkelbraune punktete mit ganz gleichmäßigen Passagen und elastischen Trabtraversalen. Beide Serienwechsel ganz sicher von hinten nach vorne gesprungen. Lediglich in der Piaffe könnte der Samarant-Sohn noch mehr Last aufnehmen, hier stützt er sich zuweilen noch etwas auf die Vorhand.
Dritte und Nummer drei im Bunde Kasselmann: Evelyn Eger und der 17-jährige Oldenburger Westminster (72,277 Prozent). Die Passagen scheint man im Stall Kasselmann zusammen geübt zu haben – auch bei dem Weltissimo-Sohn klappten sie heute besonders gut. Ebenso die sicher und flüssig gesprungenen Serienwechsel. Die Piaffen wirkten heute teilweise etwas schwankend. „Die Reiterin freute sich über das Kasselmann-Triple: „Wir sind ein gutes Team und unterstützen uns jeden Tag im Training. Davon profitieren wir alle.“
Vierte wurde Carde Meyer mit der elfjährigen Surabaya. Auch für dieses Paar gab es heute persönliche Bestleistung: 71,894 Prozent. Die San Amour I-Tochter wirkte ob der Atmosphäre noch etwas angespannt, konnte aber dennoch zeigen, dass viel Potential in ihr steckt. Eine gleichmäßige aktive Passage, in der Piaffe noch zögernd mit wenig Lastaufnahme. Hier fehlte noch etwas die Kraft.
Nicole Casper und ihr Birkhof’s Don Röschen wurden Fünfte (71,404 Prozent). Die Stute fühlte sich offensichtlich richtig wohl auf dem Ludwigsburger Viereck und war hoch konzentriert bei ihrer Reiterin. Gut kreuzende, elastische Traversalen, aktive Passagen, in denen die 13-jährige Württembergerin bereitwillig Last aufnahm und flüssige, gut durchgesprungene Serienwechsel - die Don Diamond-Tochter konnte sich heute sehr gut präsentieren. (mj)
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