Landesjugendcup: Die Schärpen in Pforzheim sind vergeben
Der Wettergott scheint es recht gut mit Baden-Württembergs Nachwuchsreitern zu meinen: Pünktlich zur ersten Prüfung des Landesjugendcup-Finales auf der Anlage des Pforzheimer Reitervereins hörte der Regen auf und auch wenn noch viele Wolken den Himmel trübten, blieb es im Verlauf der Veranstaltung, bis auf einen kleinen Guss am Nachmittag, trocken. Den Auftakt am Finaltag machten die Dressurreiter U14 mit ihren Starts in der Dressureiterprüfung Klasse A. Hier sorgte Lea Gersemann mit ihrer Fräulein Frieda für eine kleine Überraschung - nach den Qualifikationen noch im Mittelfeld gelegen, sicherten sich die beiden mit einer Wertnote von 7,5 den Sieg. Auf Platz zwei folgte mit der 7,4 Pia Dangel auf dem erst sechsjährigen Nespresso, vor Emily Marie Dieti und Fantastico, die mit einer Wertnote von 7,3 aus dem Viereck kamen. Bei den U 14 Ponyreitern lieferte gleich die zweite Starterin Stella-Sofie Mankowski im Sattel von Zazouela vom Feinsten ab - mit einer sensationellen Wertnote von 9,2 sicherte sich das Paar den Finalsieg. Und die junge Dame aus Kehl hat viel vor: "Vielleicht kann ich im nächsten Jahr im Landesjugendcup der Klasse L auch die Top drei knacken", so ihr Plan. Platz zwei ging an Franka Müller, die mit Bingo ebenfalls stark unterwegs war und für ihren souveränen Ritt mit der 8,5 belohnt wurde. Dritte im Ponyfeld wurde mit der 8,2 Anna-Maria Locher auf Golden Prince. Nach den Qualifikationen hatten sie mit Platz fünf im Ranking bereits zum engeren Favoritenkreis gehört - im Finale der U16-Dressurreiter konnte Lara Theis von den Pferdefreunden Martinshof Ditzingen im Sattel von Daddy´s Daydream dann den Sack zu machen und ritt in der L*-Dressur mit einer Wertnote von 8,5 zum Sieg im Landesjugendcup 2022. Auf Platz zwei folgte den beiden Lucca Pfeil mit Diamond Lady (7,8), vor Emma Hildenbrand und Steendiek´s Commander auf Rang drei (7,6).
Bei den Springreitern wurde Maxie Luise Maier ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherte sich im Sattel des, aus der Zucht ihres Opas stammenden Let´s Go, sowohl in der Altersklasse U14, als auch bei den U16-Reitern den Sieg und konnte sich damit über gleich zwei Schärpen freuen. Für den Ritt in der Stilspringprüfung A* mit Standardanforderungen zückten die Richter die 9,0, im Stechen des L-Stilspringens blieben die beiden, nach der 8,1 im Umlauf, als eines von nur zwei Starterpaaren fehlerfrei. "Er war einfach super heute und so lieb", strahlte die doppelte Siegerin. Der zweite Platz bei den U14-Springreitern ging an Emma Schuler vom Pferdesportteam Trögelsbach in Altensteig, die ihren Acco routiniert durch den Parcours pilotierte und dafür eine Wertnote von 8,5 erhielt. Platz drei in dieser Altersklasse sicherten sich Sophia Duchet und Cabildo (8,4), im Feld der U16-Springern galoppierte Marie Claire Olm mit Chambalaia auf Platz zwei. Frederica Clara Fezer, die im Sattel von Cantara mit der 8,2 im Umlauf stark vorgelegt hatte, kassierte im Stechen einen Abwurf, was am Ende Platz drei bedeutete. Kein Vorbeikommen gab es im, leider etwas schwach besetzten Feld der Pony-Springreiter an Frieda Grüber und ihrem Boreo. Das Paar wurde für einen souveränen Ritt mit der 8,5 und dem Finalsieg belohnt. Mit der glatten acht belegten Elin Sorg und Nougat Platz zwei, gefolgt von Denise Schmelcher, die mit Toulouse Platz drei belegte (7,4). "Wir haben tollen Sport gesehen", freute sich Turnierleiter Christian Kraus zurecht am Ende eines hochspannenden Turniertages in Pforzheim. (wentsch)
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