Ludwigsburg: Favoritin Jana Reichl gewinnt das Ponymaster-Finale
Seriensiegerin in der Pflicht – auch in der Kür riss diese Erfolgssträhne nicht ab. Mit 74,208 Prozent gewann die Favoritin Jana Reichl auch das Finale des Ponymasters. Noch ein paar Worte an ihr Pony Belagio und ein aufmunterndes Küsschen. Dann hieß es: Nerven behalten. Sie zeigte mit dem elfjährigen Benetton S-Sohn ihre bekannte Kür, die sie auch bei den Landesmeisterschaften in Meißenheim geritten hatte. Klänge des Dschungelbuchs begleiteten die harmonische Vorstellung. Gut kreuzende Traversalen und Schulterherein zum Auftakt, anschließend ein fleißiger, aktiver Schritt. In der Galopptour zeigte Jana Reichl einhändig gerittene Volten und einfache Wechsel auf den Punkt zur Musik. Auch die Schlangenlinie mit den einfachen Wechseln entlang der Mittellinie gelang tadellos. Das Grüßen, Kompanie Halt, ebenfalls auf den Punkt.
Trotz dieser routinierten Vorstellung war es eine knappe Entscheidung. Ann-Sophie Mayr und ihre siebenjährige FBW Mary Poppins hatten richtig gut vorgelegt: 73,875 Prozent. Zu der Musik aus „Mary Poppins“ präsentierten sie eine tolle Kür, in der sie ihre Stärken in der Trabtour mit elastischen, gut kreuzenden Traversalen und sehr viel Schub aus der Hinterhand im Mitteltrab ausspielen konnten. Die Reiterin sehr auf korrekte Linien bedacht, besonders positiv fiel auf, wie sie sich bei den Achter-Volten über die Mittellinie Zeit ließ, vor dem Handwechsel geradeaus zu reiten. Einmal galoppierte die Stute falsch an vor dem letzten Mittelgalopp. Der letzte Mitteltrab Richtung C sehr schwungvoll. Standing Ovations für die Siegerin der Herzen, die diese Kür zu Ehren ihres gerade erst verstorbenen Vaters und größten Unterstützers Patrik Mayr geritten ist. Eine Kür, die unvergessen bleiben wird.
Platz drei ging an Leni Wächter mit ihrem Routinier, dem 16-jährigen Ballack vM. Als letzte Starterin ritt sie ins Viereck. Zur Titelmusik des James Bond-Hits Skyfall bestätigte sie ihre Topform und Routine im Ponysattel: einhändig gerittene Volten im Außengalopp, eine flüssige Trabtour mit harmonischen Übergängen und guter Stellung und Biegung in den Traversalen. Das erste Kurzkehrt nach rechts etwas groß geraten, nach links gelang es besser und aktiver. Die letzte Mittellinie im Mitteltrab einhändig geritten: 73,167 Prozent.
Vierte wurde Pia-Marie Feucht mit ihrer sechsjährigen Palomino-Stute Die Zaubermaus NRW: 70,625 Prozent. „Hit the road Jack“ erklang zum Einreiten, danach direkt Zick-Zack-Traversalen. Im Mitteltrab machte sich die Stute etwas frei, doch ihre Reiterin konnte sie wieder gut einfangen. Zu Abba-Klängen präsentierte das Paar eine flüssige Galopptour mit feinen Übergängen und gut gelungenen einfachen Wechseln. Schön die einhändig gerittene Volte direkt bei C und dann anschließende Loben. Im Anschluss an das Finale des Ponymasters erhielt Die Zaubermaus NRW aufgrund ihrer sportlichen Erfolge den Titel NRW verliehen. Ihre Vielseitigkeit stellte sie später im Führzügel-Wettbewerb mit dem Sohn der Besitzerin Martina Haußmann, Philipp, unter Beweis. (mj)
Ähnliche Meldungen
Warte mal kurz...
Hat Dir der Beitrag gefallen? Ja? Dann schnupper doch mal in unsere Printausgaben.