Datenschutzeinstellungen

Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel, deshalb verwenden wir Cookies. Mit diesen ermöglichen wir, dass unsere Webseite zuverlässig und sicher läuft, wir die Performance im Blick behalten und Sie besser ansprechen können.

Cookies werden benötigt, damit technisch alles funktioniert und Sie auch externe Inhalte lesen können. Des Weiteren sammeln wir unter anderem Daten über aufgerufene Seiten, getätigte Käufe oder geklickte Buttons, um so unser Angebot an Sie zu verbessern. Mehr über unsere verwendeten Dienste erfahren Sie unter den "Cookie-Einstellungen".

Mit Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Dienste einverstanden. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung auf die Zukunft widerrufen oder ändern.

Samstag, 17.09.2022 um 17:24

Eine Bayerin tanzt den Baden-Württembergern auf der Nase herum

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Na, das war eine klare Ansage! Nach ihrem Sieg in der Einlaufprüfung des IWEST Dressur Cups wiederholte Yara Reichert ihren Sieg und setzte sich auch in der Qualifikationsprüfung an die Spitze und das mit Abstand. Im Sattel ihres imposanten Hengstes Springbank punktete sich die bayerische Reiterin zu sensationellen 76,9 Prozent, damit durfte sie sich mit einem Abstand von drei Prozent verdient über die goldene Schleife freuen. Gleich zu Beginn muss gesagt werden, dass Yara Reichert heute auch die einzige Reiterin war, die ohne größere Fehler durch die Kür kam. Alle Reiter aus dem Ländle mussten mehr oder weniger teure Fehler in Kauf nehmen. Doch bleiben wir bei Yara Reichert und ihrem achtjährigen Springbank. Ihm sah man sein noch junges Alter in gar keiner Weise an und der Hengst punktete sich mit völliger Selbstsicherheit von einer Schwierigkeit zur nächsten. Auch heute brillierten die Beiden durch eindrucksvolle Verstärkungen, einer tollen Anlehnung sowie ausdrucksstarken Seitengängen. Hinzu kam eine qualitätvolle und gelassene Schritttour sowie fehlerfreie Serienwechsel auf der Linie einer einfachen Schlangenlinie, was mit einem hohem Schwierigkeitsgrad verbunden ist. Die einzelnen Wechsel klappten optimal betont auf die Musik. Auch die Galopppirouetten gelangen zentriert mit guter Lastaufnahme, v.a. die gestrige nicht ganz optimal gelungene Linkspirouette gelang verbessert. Alles in allem eine absolut starke Vorstellung und spätestens nach der heutigen dritten Qualifikation steht der Name Yara Reichert ganz klar auf der Favoritenliste des Finalsiegs!

Auf dem zweiten Platz folgte Moritz Treffinger, Sieger der vergangenen Qualifikation. Im Sattel seines neunjährigen Treffingers Superstition begann der Junge Reiter gewohnt stark und überzeugte mit toll kreuzenden Trabtraversalen zu den Klängen von super passender afrikanischer Musik. In den Seitengängen zeigte sich Schnappie jedoch teilweise eng und verkantet. Richtig teuer wurde es dann in der Galopptour. Hier wurde der neunjährige Wallach immer heißer. Zum Abschluss von sehr guten Dreiern auf einer „Z-Linie“ sah Schnappie plötzlich etwas und hielt an. Auch in den Pirouetten, die zwar gut zentriert gelangen, kam Moritz Treffinger nicht ganz ideal zum Reiten. Die Zweierwechsel gelangen fehlerfrei und gut nach vorne gesprungen. Alles in allem wäre sicherlich noch mehr drin gewesen und das Nachwuchstalent durfte sich verdient mit  dennoch guten 73,5 Prozent über den zweiten Platz freuen. Ann-Kathrin Lindner und ihr Dr. Mops erhielten heute 73,2 Prozent und rangierten auf Platz drei. Die U25-Europameisterin hatte eine zu Dr.Mops und seinem sympathischen Grundtakt im Trab gut passende, rhythmische Musik gewählt, die Leichtigkeit vermittelte. Highlight ihrer Prüfung war die Trabtour mit ausdrucksvollen Seitengängen und Verstärkungen. Im Vergleich zu gestern zeigte sich der zehnjährige Wallach heute teilweise vermehrt eng im Genick und wollte auf die Hand stützen, was sich besonders in der in den Serienwechseln und Pirouetten bemerkbar machte. Hier verdeutlichte sich das reiterliche Geschick von Ann-Kathrin Lindner, die es immer wieder gut zu kaschieren wusste. Zwei teure Fehler passierten, als Dr. Mops vor einer Galopppirouette in den Schritt ausfiel und einen Wechsel nach einer Galopptraversale nicht auslöste und über den Trab wechselte. Annika-Berenike Dörr und ihr Salitos belegten mit 72,7 Prozent Platz vier. Die nach zwei Qualifikationen Zweitplatzierte des Gesamtrankings kann mit den heutigen Punkten eigentlich schon die Koffer fürs Finale in Stuttgart packen. Das Erfolgspaar überzeugte einmal mehr in der Galopptour mit tollen Serienwechseln und guten Pirouetten. Insgesamt wünschte man sich noch mehr stetigen Zug an die Hand, so dass Salitos besonders im Trab nicht zu eng kommt und sich nicht immer wieder verkantet. Jennifer Nagel`s Premiere in einer Kür gelang gut und so durfte sie sich im Sattel ihres zehnjährigen Württembergers Jeandet über 71,7 Prozent sowie Platz fünf freuen. Die Beiden wählten einen schwierigen Beginn, in dem gleich nach der Grußaufstellung eine Galopppirouette folgte. Insgesamt überzeugten sie heute besonders in der Trabtour mit guten Trabverstärkungen und Seitengängen. Dem gegenüber standen einige teure Kleinigkeiten, wie ein Taktfehler in einer Trabverstärkung, ein nicht ganz losgelassener Schritt und fehlerhafte Serienwechsel. Im Vergleich zu gestern zeigten sich Julia Becker und ihr San Gennaro verbessert und erhielten 71 Prozent. Sie punkteten besonders in den Galopppirouetten. Dem gegenüber wünschte man sich in den Seitengängen mehr Stellung und Biegung und es passierten wiederum Wechselfehler. Karen Welz, Isabella Winklmeier, Sabrina Linsenmeier und Myriam Anhalt ritten ebenso in die Platzierung. (msb)

Bewerten
  • - nicht gut
  • - sehr gut
Übersicht
×
Reiterjournal Special

Warte mal kurz...

Hat Dir der Beitrag gefallen? Ja? Dann schnupper doch mal in unsere Printausgaben.

gleich gehts weiter...