Hausherr Andy Witzemann macht das Rennen
Ein Turnierwochenende bei den Winterlingen Winners ohne einen Sieg des Hausherrn höchstpersönlich? Das würde Andy Witzemann wohl kaum auf sich sitzen lassen. Dabei hatte der Springprofi ziemlich hoch gepokert und am Ende alles auf eine Karte gesetzt, nämlich auf die 12-jährige Holsteinerstute Quintessenz. Als letztes Stechpaar galt es nun die Top-Zeit von Alia Knack und ihrem treuen Campari zu schlagen. Keine einfache Aufgabe, wie auch „Andy“ gestehen musste. Als die Distanz beim Einsprung der Oxer-Steil-Kombination ein wenig zu groß war, sah man die Zuschauer wahrlich die Luft anhalten. Doch Quintessenz flog im hohen Bogen über den breiten Oxer und berührte nicht einmal die Stange. „Da kann man dem Pferd nur ordentlich auf die Schulter klopfen. Das würden nicht alle mitmachen“, schmunzelte Andy Witzemann im Nachhinein. Auch auf die Linie zum letzten Hindernis war der Springreiter ein hohes Risiko eingegangen, nahm den Sprung im vollen Tempo und galoppierte somit in der absoluten Bestzeit über die Ziellinie. Da freute sich ganz Winterlingen mit ihm! Doch auch Maurice Alshehab hatte im Sattel seiner Schimmelstute Galina ordentlich Gas gegeben und landete hinter Alia Knack und Campari auf dem dritten Rang.
Ein weiterer flotter Ritt gelang Sven Sieger mit der zehnjährigen KWPN-Stute Daytona, der als erster Starter gut vorgelegt hatte und sich somit über den vierten Platz freuen durfte. Ein wenig Pech hatte Hendrik Mader mit seinem Quinto. Auch er hatte den Oxer in der Diagonalen schräg angeritten, um somit die engere Wendung auf den nächsten Sprung zu nehmen, doch die Stange fiel zu Boden, was am Ende Rang fünf bedeutete. Vortagessiegerin Alina Hertwig musste mit ihren beiden Top-Pferden Lucky und Decimo v.d. Lange Vos ebenfalls einen Abwurf hinnehmen und rangierte auf den Rängen sechs und acht. Die Amazone wurde zudem mit einem Sonderehrenpreis ausgezeichnet, da sie in der Gesamtwertung dreier Prüfungen am besten abgeschnitten hatte. Constantin Sorg, Sonja Matyas, Thierri Wagner sowie Felix Vogg reihten sich ebenfalls in die Liste der Platzierten ein. Nun blickt die Reiterwelt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Winterlingen Winners, denn für dieses Jahr geht es in die Winterpause. Wer jedoch Andy Witzemann und sein engagiertes Team kennt, der weiß: Die Winterlingen Winners werden wieder kommen. Größer und besser, denn je zuvor! (lb/Fotos: Roger Müller)
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