Treffinger`s selbstgemachtes Goldenes
Endlich hat es geklappt & wie! Moritz Treffinger ließ den gestrigen knappen zweiten Platz mit seiner Stute Francis Royal nicht lange auf sich sitzen und setzte heute seine Siegesserie mit seinem neunjährigen Treffinger`s Superstition OLD in der internationalen Jungen Reiter S fort. Mit starken 70,7 Prozent setzte er sich sogar vor Lucie-Anouk Baumgürtel mit ihrem Zweitpferd ZINQ Farlana (70,3 Prozent). Sie hatte erst letzten Monat Mannschaftsgold, Einzelsilber- und Bronze bei der Nachwuchs-EM geholt. Moritz Treffinger hat mit dem heutigen Sieg nun alle Anforderungen für das Goldene Reitabzeichen erfüllt. Die Siege bzw. der Weg zum Goldenen Reitabzeichen hat sich der Ponyeuropameister wahrlich selbst erarbeitet. Denn alle zehn S-Siege holte er sich im Sattel von selbstausgebildeten Pferden. Die ersten Siege sicherte er sich mit seinem Treffinger`s Standing Ovation, der schlussendlich nach Asien verkauft wurde. Sein Wallach Treffinger`s Superstition war in der Vergangenheit nicht immer ganz einfach und ist auch heute teilweise noch umweltorientiert. Moritz Treffinger hat sich durchgekämpft, ihn auf seine Seite geholt und ihn zum Seriensieger der letzten Monate geformt, damit ist der heutige Erfolg sowie das Goldene Reitabzeichen absolut verdient. Im letzten Jahr hat Moritz Treffinger als Trainingsmitglied im CHIO Aachen Campus unter der Obhut von Isabell Werth nochmals einen enormen Entwicklungsschritt gemacht. Auch nach der „Aachener Zeit“ holt sich Moritz Treffinger immer wieder Tipps bei der Dressurqueen, was ihm besonders bei Treffinger`s Superstition OLD, genannt Schnappie, weitergebracht hat. In der heutigen Prüfung überzeugten die Beiden durch toll gesetzte Galopppirouette und ausdrucksstarke Serienwechsel. Er verlor sogar noch ein paar Punkte als der Wallach vor der zweiten Trabverstärkung kurz erschrak und angaloppierte. Auch in den Rechtsseitengängen fand Schnappie nicht immer eine optimale Balance, wodurch er sich teilweise verkantete. Emma Cecilia Lienert und Milena Sophia Sulzer folgten auf Platz drei und vier. Ein weiterer erfreulicher Erfolg war der fünfte Platz von Frederik Leon Steisslinger und seinem Quattani (67,4 Prozent), was seine erste internationale Platzierung war.
Auch die jungen Pferde waren heute nochmals in einem St. Georg Special an der Reihe. Hier zeigte sich Jasmin Schaudt`s Diallo viel losgelassener als es gestern noch der Fall war. Die Beiden sicherten sich mit 70,9 Prozent den Sieg vor der gestrigen Siegerin Nina Kudernak mit ihrer Ready to Dance (70,8 Prozent). Diallo bestach durch ausdrucksstarke Traversalen, einer guten Schritttour sowie kleinste und gut durchgesprungene Galopppirouetten. Hier senkt sich der Wallach vorbildlich in der Kruppe. Nina Kudernak überzeugte, wie schon gestern mit einer sehr harmonischen Runde und verlor mit einem schlechten Rückwärtsrichten auf der letzten Mittellinie wertvolle Punkte. Anna-Lisa Stotmeister wiederholte ihren gestrigen dritten Platz und setzte sich auch heute im Sattel von Best of Bond und 69,6 Prozent auf Platz drei. Moritz Treffinger und seine Francis Royal mussten heute einige teure Missverständnisse in Kauf nehmen, wie beispielsweise ein Angaloppieren vor der zweiten Trabverstärkung und ein gemopster Viererwechsel. Marie-Christin Kogel mit Doc-Holliday, Sophia Funke mit BreFood`s Grey Fidell, Felicitas Beck mit Faido sowie Chiara Rüesch mit San Bernardo ritten ebenso in die Platzierung. (msb)
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