Kristina Olson hat doppelten Grund zur Freude
Neben dem Süddeutschen Berufsreiterchampionat umfasst die Ausschreibung des Marbacher Dressurfestivals auch eine Intermediaire I für Amateure und Profis, die am Sonntag in einer Inter I-Kür mündet. Nach ihrem zweiten Platz in der vorherigen Zweisterne-S des Berufsreiterchampionats setzte sich die sympathische Berufsreiterin Kristina Olson in dieser Prüfung an die Spitze. Im Sattel ihres routinierten Württembergers FBW Dory`s Dream (Z.: Ernst Rus) erhielt sie 71 Prozent und durfte sich über die goldene Schleife freuen. Doch heute es hieß es für sie gleich doppelt freuen. Denn der Zweisterne-S-Sieg fehlte ihr noch für das goldene Reitabzeichen. Mit dem Sieg erfüllt sie jetzt alle Anforderungen für das heiß begehrte goldene Reitabzeichen und wird von nun an in „Gold reiten“. Zudem war es heute ein schöner Zufall, dass der fehlende S-Sieg gerade in Marbach passierte. Denn hier ist ihr zwölfjähriger Wallach FBW Dory`s Dream aufgewachsen und von Irina Oberthür angeritten worden. Alles in allem ein toller Sieg mit einer rührenden Geschichte. In ihrer Prüfung punktete sie sich besonders mit einer schwungvollen und sehr gleichmäßigen Trabtour, einer sehr guten Schritttour (mehrere Achter) sowie sehr guten Galopppirouetten und ausdrucksstarken Serienwechseln zum Sieg. Auf Platz zwei folgte mit einigem Abstand die amtierende Landesmeisterin der Amateure Christine Eberbach mit ihrer dreizehnjährigen Württembergerin Dywah (Z.: Wolfgang Mayerföls). Sie erhielten heute 69,5 Prozent und punkteten besonders mit schön kreuzenden Trabtraversalen, einem hervorragenden Rückwärtsrichten (von einem Richter mit der Note neun bewertet) sowie guten Galopppirouetten. Im Galopp hätte man sich teilweise einen noch besseren Durchsprung gewünscht. Auf dem dritten Platz folgte Marcel Wolf mit Fabiano und 68,8 Prozent. Der Wallach überzeugt mit einem schönen Grundschwung, guten Trabtraversalen und einer schönen Anlehnung. Im Galopp könnte Fabiano noch flinker und geschlossener durchspringen, was sich besonders in den Galopptraversalen- und pirouetten bemerkbar machte. Auf dem vierten Platz rangierte Melina Katz mit ihrer Betty Barkley (68,6 Prozent). Sie zeigte eine sehr gleichmäßige Vorstellung und verlor leider in fehlerhaften Dreierwechseln wertvolle Punkte. (msb)
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