Süddeutsches Berufsreiterchampionat: Die Finalisten stehen fest
In der heutigen Intermediarie I zeigte sich heute beim Dressurfestival Marbach auf den ersten beiden Plätzen ein unverändertes Bild. Michaela Förtsch lieferte als erste Starterin einen wahren Start-Ziel-Sieg und konnte auch die zweite Qualifikation im Süddeutschen Berufsreiterchampionat für sich entscheiden. Auch heute überzeugte die Berufsreiterin vom Haupt- und Landgestüt Schwaiganger mit einer äußerst schwungvollen und harmonischen Trabtour mit toll kreuzenden Trabtraversalen. Im versammelten Schritt zeigte sich ihre bayerische Stute Deborah (Z.: Haupt- und Landgestüt Schwaiganger) leicht quengelig im Genick, der starke Schritt war dann wiederum gut, jedoch mit keinem großen Übertritt. Im Galopp bildeten die gut zentrierten Galopppirouetten das Highlight der Prüfung. In den Galopptraversalen hätte der Durchsprung noch besser erhalten bleiben können. Auch bei der Aufnahme aus dem starken Galopp wurde die Stute wiederum etwas quengelig in der Anlehnung. Die Dreierwechsel gelangen fehlerfrei und schnurgerade. Die Beiden machten es noch einmal spannend, denn sie kamen heute nicht ganz fehlerlos durch die Prüfung. In den Zweierwechseln löste die Stute einen Wechsel nicht aus. Michaela Förtsch nimmt nun also klar Anlauf auf ihren ersten Berufsreitertitel. Kristina Olson und der fünfzehnjährige Wallach Sir Moritz zeigten sich heute nochmals verbessert. Auch die Reiterin selbst war äußerst zufrieden und freut sich nun auf das Finale. Sie hatte keine einfache Vorbereitung, da sie Sir Moritz erst wieder seit einer Woche reitet. Der Wallach wird ansonsten und auch weiterhin von ihrem Lebensgefärten Tim Koch geritten und auf Turnieren vorgestellt. Für die Vorbereitung waren ihre gestrige und heutige Leistungen äußert beachtlich. Sir Moritz trabte heute frischer und aktiver aus der Hinterhand. In den Trabtraversalen wünschte man sich noch mehr Stellung und Biegung. Das Rückwärtsrichten gelang gut, jedoch trabte der Wallach nicht prompt genug an. Im Galopp zeigte sich der Wallach ebenso geschlossener, kam jedoch auch heute leicht auf die Hand. Sowohl der Wechsel am Ende der Zick Zack als auch der erste Wechsel der Dreier erfolgte einen nach der Reiterhilfe von Kristina Olson. Ein Highlight waren die beiden gut zentrierten und durchgesprungenen Galopppirouetten. Am Ende durfte sie sich über den zweiten Platz mit 67,7 Prozent freuen. Auf Rang drei und vier ging es auch heute zwischen Jörg Henne und Tobias Eckert eng zu und es blieb bis zum Schluss spannend, wer als dritter Reiter ins Finale einziehen wird. Schlussendlich machte Jörg Henne mit seinem dreizehnjährigen Douglas das Rennen und rangierte mit 66,5 Prozent auf dem dritten Platz. Douglas zeigte sich heute im Trab viel frischer als gestern und die Beiden legten im Vergleich zu gestern wahrlich eine Schippe drauf. Nach Jörg Henne habe er schon nach der ersten Qualifikation die Chance einer Finalteilnahme gewittert, weshalb er heute alles riskierte. Die Trabtraversalen gelangen gut kreuzend. Beim Rückwärtsrichten kippte der Wallach ab. Nach dem zweiten Schulterherein gab es eine kleine Stockung. Auch dieses Paar zeigte gute Galoppirouetten, wobei die erste Pirouette besser gelang als die zweite Pirouette. In den beiden Serienwechseltouren punktete das Paar noch einmal. Jörg Henne setzte sich am Ende mit 66,5 Prozent vor Tobias Eckert mit dem zehnjährigen bayerischen Wallach Bon Jovi (66 Prozent). Für Tobias Eckert war es heute die erste Zweisterne-S und dafür schlug er sich wirklich tapfer. In der Trabtour bildeten die Trabtraversalen das Highlight. Leider passierten im Galopp einige Fehler, wie beispielsweise fehlerhafte Dreierwechsel sowie noch nicht optimal zentriete und durchgesprungene Galopppirouetten.
Morgen findet das Finale in Form eines Pferdewechsels statt, was jedes Jahr aufs neue Spannung mit sich bringt. Um 15.30 Uhr heißt es dann in Marbach: Pferdewechsel mit anschließender Meisterehrung. Es wird spannend werden! (msb)
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