Strahlende Sieger: Florian Dolinschek und Sunny
Die viertätige Reitsportveranstaltung in Öpfingen an der Donau auf der Schwäbischen Alb endete am Sonntagnachmittag bei vollem Hause mit einem Zwei-Sterne-Springen mit Siegerrunde. Man muss zugeben, es war ein Stechen vom aller feinsten, denn fünf der sechs Qualifizierten behielten eine weiße Weste und so zählte am Ende jeder einzelne Galoppsprung. Zuerst schien alles nach einem Sieg für einen Reiter, dessen Namen durchaus vielversprechend klingt. Sven Sieger fegte im Sattel der zehnjährigen KWPN-Stute Daytona mit einer Leichtigkeit und Dynamik nur so über die gewaltig gebauten Hindernisse. Bei 40,81 Sekunden blieb die Uhr stehen - eine Zeit, die kaum zu schlagen schien. Dieser Herausforderung stellten sich Florian Dolinschek und Sunny mit Trotz. Die Westfalen Stute mag vielleicht nicht die allergrößte Galoppade besitzen, doch in puncto Tempo und Wendigkeit macht der Sir Shutterfly-Tochter keiner so schnell was vor. In einer Zeit von 39,08 Sekunden galoppierte das Duo über die Ziellinie und übernahm somit die Führung. Ob es nun die raffinierte Art des Reiters gewesen war, seine flinke Stute durch den Parcours zu bugsieren oder die zugerufenen Tipps und Tricks seiner Kumpanen, das sei einmal dahin gestellt. Zeit zum Durchatmen gab es keine, denn auch Alina Hertwig hatte mit Lucky ihr bestes Eisen im Feuer. Die frisch gebackene Trägerin des Goldenen Reitabzeichens bot ihren männlichen Mitstreitern als einzige Amazone einmal mehr die Stirn. Beinahe hätte es gereicht, doch am Ende war Hertwig einen Wimpernschlag zu langsam und landete auf dem Silberrang vor Sven Sieger und Daytona. Platz vier ging nach Bayern an Edwin Schmuck und Contagobet, die sich bereits am Vortag im Punkte-S an dieser Stelle platziert hatten. Eine souveräne Nullrunde gelang auch Remo Allgäuer mit dem achtjährige Oldenburger Londocento. Zu den weiteren Platzierten gehörten Patrik Josuran mit Obligado de Reve, Simon Strasser und Calandra sowie Sönke Aldinger, dessen Hunter van’t Spoor heute sein Debüt auf Zwei-Sterne-Niveau feierte. Im Zeitspringen hatte Mary-Ann Fuchs mit ihrem Holsteiner Dollar Boy die Nase vorn. Dabei gelang der Amazone ein Phänomen, dass man nur selten zu Gesicht bekommt. Trotz Fehler und den daraus resultierenden vier Strafsekunden war Fuchs immer noch die Schnellste, und zwar mit einem Vorsprung von ganzen drei Sekunden. Auch Hannah Katharina Müller, die sich im Sattel des elfjährigen Ungarn Happy Platz zwei sicherte, hatte im Parcours einen Abwurf, den sie durch ihren schnellen Ritt wieder gut machen konnte. Dahinter rangierte Christian Wieber mit seinem Jack Sparrow mit einer fehlerfreien Runde. Ebenfalls null geblieben war Kaja Celine Hofmeister im Sattel des 13-jährigen Westfalen Barolo, die sich vor Alia Knack und Clifton D’Argilla einreihte. (lb)
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