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Donnerstag, 28.07.2022 um 17:40

Zwei Schwestern dominieren die Nachwuchs-EM

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Der erste Tag der Einzelwertung bei der Nachwuchs-EM ist vorbei und eins steht schon jetzt fest: die Schwestern Schmitz -Morkramer gilt es erst einmal zu schlagen. Sowohl Allegra als auch Helena lieferten ab, mehr geht kaum. Fangen wir beim Ritt von Allegra Schmitz-Morkramer und ihrem zehnjährigen Hengst Libertad an. Das Paar bestach durch Gleichmaß, Takt und Schwung. So folgte auf tolle Seitengänge, ein super Zügel aus der Hand kauen lassen, was in dieser Aufgabe nicht bei jedem Reiter der Fall ist. In den Trabverstärkungen zeigt der Hengst ein ausdrucksstarkes Vorderbein. Er könnte jedoch aus der Hinterhand noch mehr ziehen. Der Schritt zeigte sich heute im Vergleich zu gestern verbessert und so fand der Hengst zu mehr Losgelassenheit. In der Galopptour jagte ein Höhepunkt den anderen. Die fliegenden Galoppwechsel, wofür es auch die Note neun gab, sind besonders hervorzuheben. Am Ende stand mit 77 Prozent eine neue persönliche Bestleistung auf der Ergebnistafel und die Führung nach der ersten Hälfte der Junioren.

Bei den Jungen Reitern erhielt ihre Schwester, Helena Schmitz-Morkramer, nicht viel weniger Punkte und steht nach der ersten Hälfte der Jungen Reiter mit 76,9 Prozent ganz klar an der Spitze. Ihr zwölfjähriger Wallach DSP Lifestyle überzeugt ebenso durch ein enormes Gleichmaß und tolle Elastizität. Zudem zeigte sich eine perfekte Anlehnung, die sich von Anfang bis zum Schluss nicht veränderte. Die toll kreuzenden Trabtraversalen, eine losgelassene Schritttour mit gutem Übertritt, top zentrierte und durchgesprungene Galopppirouetten sowie bergauf gesprungene Serienwechsel zählten heute zu den Highlights der Prüfung. Einzig die Grußaufstellungen konnten mit dem ganzen überdurchschnittlichen Highlights nicht mithalten. Lucie-Anouk Baumgürtel war ihr dicht auf den Fersen und brillierte heute einmal mehr durch starkes Prüfungsreiten. Die mehrmalige Europameisterin holte alles aus ihrem ZING Hugo heraus und wurde am Schluss mit 75,3 Prozent belohnt. Auch dieses Paar überzeugte mit viel Ausdruck, Schwung und enormen Gleichmaß. Das besondere Highlight war die erste Galopppirouette, die kaum gesetzter hätten sein können. Ein kleiner Fehler passierte, als Hugo seiner Reiterin den Wechsel zwischen den Galopptraversalen "mopste". Wenn man die beiden Spitzenpferde DSP Lifestyle und ZING Hugo miteinander vergleicht, so überzeugte DSP Lifestyle heute vielleicht mit noch mehr Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit.

Aus dem Ländle musste auch Jana Schrödter heute schon wieder nach dem Gewinn der Mannschaftsgoldmedaille an den Start gehen. Das Nachwuchstalent steuerte ihren wie immer sehr motivierten Erbe stark durch die Prüfung und rangiert nun nach der ersten Hälfte der Jungen Reiter mit 69,7 Prozent auf dem achten Platz. Die Beiden begannen mit einer sehr gleichmäßigen Trabtour, das Rückwärtsrichten gelang nicht ganz ideal. Im Galopp fand der 14-jährige Wallach auch heute nicht zu völliger Losgelassenheit, was auf dem großen Platz mit zwei gleichzeitig stattfindenden Prüfungen auch nicht ganz einfach ist. Besonders in den Pirouetten machte sich dies bemerkbar. So sprang der Erbe nicht optimal durch. Die Serienwechsel gelangen ausdrucksvoll und fehlerfrei. (msb)

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