Meißenheim: Emelie Hertwig holt Gold bei den Children
In Meißenheim wurden die ersten Meister gekürt und die Medaillen bei den Children vergeben. Nachdem sie beide Wertungsprüfungen gewinnen konnte, war klar, dass Emelie Hertwig die Goldmedaille nicht zu nehmen war. Die Elfjährige trainiert bei Kathrin Burger und hat mit dem Pferd ihrer Oma, dem 15-jährigen Diamond's Rubioso, einen erfahrenen Lehrmeister unter dem Sattel. Silber geht an Clara Vetter, Bronze erhält Naja Sofie Tribusser. Bei letzter kullerten die Freudentränen auf dem Treppchen, war es doch erst die zweite gemeinsame Prüfung des Paares.
Am Finaltag wurde wieder kombiniert gerichtet vom Chefrichter bei C, Jürgen Hartheimer, und den beiden Richtern bei B, Holger Eckle und Martin Kröninger, die mit einer zusätzlichen Wertnote den Sitz, die Einwirkung und Korrektheit des Reitens bewerteten. Abschließend nach jedem Ritt kommentierte Martin Kröninger die Leistung der Reiter. Emelie Hertwig erhielt für ihren Finalritt 82,66 Prozent. Für einen sehr guten Sitz mit sicheren Gewichtshilfen und einem mutigen „Zügel aus der Hand kauen lassen“ gaben die Richter die Traumnote 9,2. Clara Vetter wurde in der Prüfung Zweite mit 77,31 Prozent. Sie ritt ihren Nymphenburgs First Dance laut Richterkommentar "schön von hinten nach vorne ans Gebiss" und erhielt dafür die 8,5. Zoe Wollmann erreichte Platz drei mit ihrer Cantarella (74,31 Prozent). Von den Richtern erhielt sie „ein riesiges Kompliment“, da es offensichtlich nicht einfach sei, das sehr großrahmige Pferd zu schließen. Sie erhielt eine 8,3. Vierte wurde Naja Sofie Tribusser mit Fabelhaft (71,11 Prozent). Der Richterkommentar: Sie schwingt gut mit in der Mittelpositur, zeigte eine mutige Galoppverstärkung und ein schönes Gesamtbild.7,5. Platz fünf ging an Hannah Sophie Paulus (70,54 Prozent), deren Desert Rose leider etwas umweltorientiert war. Die Richter lobten ihre sehr ruhige und tiefe Zügelführung und gaben eine 7,8. Sechste wurde Cecilia Huttrop-Hage mit No Discussion (68,05 Prozent), die parallel auch in Ichenheim bei den Ponyreitern und Children im Springen am Start ist. Ein Stolperer in der Trabverstärkung und Unstimmigkeiten beim Galoppwechsel kosteten leider Punkte. Dennoch sahen die Richter sehr viel Spielraum nach oben, lobten den eleganten Dressursitz und machten Mut, dass kleine Fehler gut auszumerzen seien. Sie vergaben eine 7,7. (mj)
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