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Sonntag, 19.06.2022 um 10:56

Dreher macht's in der Heimat

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Seine nächsten Turniere sind Rotterdam und Aachen, in den letzten Wochen hat Hansi Dreher Schleifen und Prämien auf der ganzen Welt gesammelt wie selten zuvor in seiner Ausnahmekarriere  – aber unweit der Heimat im südbadischen Ichenheim fühlt er sich immer noch am wohlsten. So wohl, dass er sich am Sonntagmittag in großer Lässigkeit wieder einmal eine Südbadische Meisterschaft im Springreiten sicherte. Auf dem zwölfjährigen Ungarn Belcanto siegte er im finalen S-Springen und holte die Goldmedaille.

Übriges kann sich der 50-jährige Eimeldinger doch noch einmal Hoffnungen auf einen Platz im deutschen Championatsteam machen, sein zehnjähriger Schimmel Elysium bringt die Qualität dazu mit, findet er. In den nächsten Tagen entscheidet es sich, ob Dreher ins Aachener Nationenpreisteam nominiert wird – das wäre ein Signal.

Christine Ludäscher, Amateur-Springreiterin aus Drehers Nachbarschaft, blieb bis zum letzten Springen konstant und sicherte sich mit ihrem erfahrenen Cardhu Silber vor Lokalmatador Maximilian Benz auf Quinta. Am Finaltag wurden im Ichenheimer Parcours die Karten ziemlich neu gemischt, weil der bis dahin führende Reiter Michael Herhalt die Form seiner Stute Ascona nicht halten konnte.

Bei den Jungen Reitern gab es einen überlegenen Start-Ziel-Sieg der routinierten Alia Knack, die auch im finalen S-Springen weit vorne war. Die junge Profi-Reiterin aus Boll sicherte sich souverän Gold vor Jennifer-Sandra Dreher, die sich regelrecht nach vorne kämpfte – ihr Schimmel Curtis Sitte aber ebenso, Felicitas Funk vom Gestüt Sengelen in Schopfheim verdiente sich Bronze. Die junge Bereiterin hat viel zu tun im Moment, denn ihre Chefin Rebecca Hotz legt eine Schwangerschaftspause ein.

Bei den Junioren sicherte sich Lara-Sophie Strom auf der flinken Stute Nectarine v.d. Wart ihren ersten Regionaltitel, nachdem sie im Finalspringen gute Nerven bewiesen hatte. Die junge Dame aus Schwenningen wird von Sönke Aldinger trainiert; sie war als Children schon im Landeskader. Lea-Sophie Strohm fing im Finale Lea Hurrle mit Penny Lane auf den letzten Metern ab; die junge Dame – gut beraten und beritten – wird ihren Weg machen. Bronze ging an Magdalena Rose aus Klettgau im Sattel von Tinka Bell. Über ihre Fortschritte war Regionaltrainer Nikol Lauer besonders erfreut (rok/Foto: Doris Matthaes)

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