DM Balve: Marcel Marschall liefert zum Abschluss ab
Im Longines Optimum Prize, einem Vier-Sterne-Springen mit zwei Umläufen, sprang Marcel Marschall mit Coolio auf einen hervorragenden zweiten Platz. Der Springprofi aus Heiligkreuztal lieferte, wie nicht anders von ihm gewohnt, zwei stilistisch tadellose Runden am heutigen Tag ab. Coolio, ein neunjähriger Holsteiner von Casalito, sprang überragend und spielte nur so mit den Abmessungen des anspruchsvollen Parcours in Balve. Nach Ablauf der beiden Umläufe zählten neben den Abwürfen auch die Zeit. Der später frisch gebackene Deutsche Meister Mario Stevens blieb wie Marschall heute ebenfalls ohne Fehler, war zudem einen Tick schneller als die Kombination aus Baden-Württemberg, und ging daher auch als Sieger aus dieser Prüfung.
In die Meisterschaftswertung fließen allerdings alle vier Runden des Wochenendes mit ein. Marcel Marschall und Coolio waren in der ersten Wertungsprüfung am Freitag zunächst fehlerfrei im ersten Umlauf geblieben, aus dem zweiten Umlauf brachte das Duo aber acht Strafpunkte mit. Das war am Ende teuer! Bei diesen acht Punkten blieb es dann bis zum Schluss, so konnten Marschall und Coolio die Deutschen Meisterschaften auf einem beachtenswerten sechsten Platz beenden.
Den Deutschen Meistertitel verdiente sich Mario Stevens. Im Sattel des neunjährigen Wallachs Starissa blieb Stevens als einziger Starter nach allen vier Kursen ohne Fehler. Ein Stechen war nicht notwendig und die Sieger standen fest! Im Anschluss an den Titelgewinn resümierte Stevens im TV-Interview des WDR: „Der Druck war groß, ich hatte das Gefühl nach meinem Wochenende in Hamburg als einer der Favoriten gehandelt zu werden. Die erste Runde heute war richtig schwer, aber mein Pferd hat super mitgekämpft!“ Philipp Rüping, Bereiter aus dem Stall Schockemöhle, hatte sich in diesem eben schweren ersten Parcours heute einen Zeitfehler mit seinem Contender-Nachkommen Casallco erlaubt – er sollte die Silbermedaille bedeuten. Der zweite Umlauf, der sich für die Zuschauer – mit Verlaub- etwas „zäh“ gestaltete, brachte keine Neuerungen in der Rangierung. Nur eine einzige Stange fiel in der gesamten zweiten Hälfte der Prüfung. „Als einziger einen Fehler zu machen, das wäre fast schon peinlich gewesen!“ beschrieb der Sieger Stevens die Situation zum Schluss. Er musste das Ding nur noch nach Hause holen und das tat der Quidam’s Rubin-Nachkomme Starissa mit Bravour. Marcus Ehning und A la Carte NRW sicherten sich nach einer Bilderbuchrunde zum Abschluss die Bronzemedaille. Der Vererber des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts hatte sich nur eine Stange geleistet. (akb)
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