Alex Schill überragend in Winterlingen
So sieht man Alexander Schill aus Ichenheim nur selten reiten. Eigentlich legt er stets großen Wert auf Kontrolle und Ästhetik. Der Siegreiter kommt eher selten ihn ihm durch. Aber am Montagmittag in Winterlingen ritt Schill wie ein Draufgänger, holte im Stechen des mit 10 000 Euro dotierten Zwei-Sterne-Springens zum Abschluss der Springprüfungen der „Winterlingen Winners“ alles aus sich und seiner jetzt zehnjährigen Franzosen-Stute Chelsea Gravelotte heraus. „Ich habe nach dem ersten Spring direkt gemerkt, dass sie vollen Speed will, dann bin ich das auch geritten“, freute er sich nach seinem Sieg, bei dem er allen anderen zwei ganze Sekunden abnahm. „Ich bin jetzt ein paar Wochen eher glücklos geritten“, haderte er, „aber jetzt hat alles gkelappt“.
Schill ritt zwei dicke Oxer im Renngalopp an, seine Stute machte riesige Sätze. So war er nicht zu schlagen. Nicht einmal von seinem Freund und Winterlingen-Hausherr Andy Witzemann, der den zehn Jahre alten Hannoveraner Titan mittlerweile zum Athleten gefördert hat. Sie wurden Zweite hinter Schill und der schnellen Französin vor dem bulgarischen Championatsreiter Rossen Raytchev mit Verdi, Tim Hoster auf einem erst achtjährigen Aufsehen erregenden Fuchswallach namens Claus und Mogheets Alshehab auf der Stute Galina.
Der Springteil der „Winterlingen Winners“ am Pfingstmontag ging mit großem Sport zu Ende. Am Morgen hatte Tim Hoster mit PBM Kannans Mr. Grey aus dem Hause Pfefferle noch ein S-Springen gewonnen. Am Samstag waren die „Winners“ von starken Amazonen bestimmt. Alia Knack siegte im S-Springen des neuen Julius-Bär-Cups vor Lucas Wenz mit Pokerface und Sonja Matyas mit Capri H. Das Barrierespringen sicherte sich Alina Hertwig, frische Trägerin des Goldenen Reitabzeichens, mit Decimo v. d. lange Vos vor Pia Luise Baur mit dem erst achtjährigen Cameron.
Beste Children in Winterlingen waren Colin Sorg mit dem Württemberger Schimmel Ca Savio aus familieneigener Zucht und die elegant reitende Cecilia Huttrop-Hage auf Sir Shutterfly sein Sohn und Sis is Susi.
Die „Winterlingen Winners“ werden schon am Mittwoch fortgesetzt mit den Dressuprüfungen, unter anderem geht es dabei um erste Punkte im diesjährigen iWest-Cup (rok/Fotos: Roger Müller).
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