Para-DM: Zwei Medaillen fürs Land
Das gab es noch nie: Bei den Deutschen Meisterschaften der Para-Equestrians, die im Rahmen der Pferd International in München ausgetragen wurden, standen zwei junge Reiter aus Baden-Württemberg auf dem Treppchen. Sowohl Mona Bimmel aus Ilsfeld als auch Noah Kuhlmann vom Bodensee erkämpften sich eine Bronzemedaille unter den Reitern mit Handicap.
Dabei hatte sich Mona Bimmel, Pferdesport-Journalistin und S-Siegerin im Regelsport verständlicherweise sogar mehr ausgerechnet. Ihr zwölfjähriger Rappwallach Fabricio von Nymphenburg präsentiert sich seit Wochen in beständiger Form, besticht durch eine gleichmäßige Anlehnung und eine schön anzusehende Losgelassenheit. Allerdings ist Grad V, in dem sie mit Knieprothese antritt, auch die schwerste Konkurrenz. Etlichen ihrer Mitstreitern sieht man eine Behinderung gar nicht an. Die 26-jährige Berufsreitertochter gilt dennoch als die Nachwuchshoffnung im deutschen Para-Sport.
Fast schon sensationell Bronze in Grade IV gewann Noah Kuhlmann aus Rielasingen-Worblingen bei Konstanz am Bodensee. Der 19-Jährige, der an einer unheilbaren neurologischen Krankheit leidet, und sein Rheinländer Hengst Staatslegende kamen in den beiden Prüfungen nahe an die Silbermedaille heran, die immerhin von der 16-maligen Deutschen Meisterin Hannelore Brenner aus Wachenheim in der Pfalz und ihrer Fuchsstute Belissima M gewonnen wurde. Noah Kuhlmann und sein Hengst gehören zu den neuen Paaren im Para-Dressursport. Erst vor wenigen Wochen bestritten sie ihr erstes internationales Turnier in Mannheim (rok/Fotos: Yadel Möhler)
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