Heinz Matuschik tödlich verunglückt
Helfen machte ihm Spaß, junge Leute zu fördern, war eines seiner Lebensziele, und dass die jungen Pferdesportler aus dem Reiterring Bodensee im Landesvergleich immer vorne mitmischen, ist auch sein Verdienst. Er war für sie stets ein väterlicher Freund: Nun ist Dr. Heinz Matuschik, der langjährige Vorsitzende des Reiterrings Bodensee, nicht mehr am Leben. Die Reiter am Bodensee sind schockiert und traurern um den Mann, der sie stets konstruktiv begleitet hat. Am 20. Mai ist Matuschik bei einem Motrradunfall auf tragische Weise ums Leben gekommen. Er wurde 68 Jahre alt.
Nicht viele Reiterfunktionäre waren so nah am Sport und so eng vertraut mit den Reitern wie der Zahnarzt aus Radolfzell. "Er hat keinen Lehrgang ausgelassen, war immer selbst dabei und kannte jeden Jugendlichen", erinnert sich Alexandra Feucht, die gemeinsam mit Joachim Konrad seine Stellvertreterin war. Matuschik selbst ritt immer noch Turniere. Anfang der 2000er-Jahre entdeckte er die "Ajas" und liebte es, gemeinsam mit seinen besten Freunden Günter Orschel und Joachim Häring die internationalen Turnierplätze zu bereisen. Vor wenigen Wochen fur Matuschik noch zu den Aja-Prüfungen auf den Mannheimer Maimarkt. Eine Verletzung seines Pferdes im Stallzelt verhinderte einen Start. Aber er war mit 68 topfit und hatte auch noch viel vor. Seine Zahnarzt-Praxis in Radolfzell wollte er noch in diesem Jahr abgeben, um sich mehr der sozialen Arbeit zu widmen. Auch als Arzt wollte er helfen.
Heinz Matuschik gehörte zu der jungen Garde von Springreitern, die in den 70er-Jahren am Stall von Anton Steidle geritten sind. Seit vielen Jahren reitet er auf dem Hirtenhof in Aach, dort stehen seine Pferde weiterhin. Baden-Württemberg hat einen Pferdemann und einen Mensch mit einem großen Herzen verloren. In drei Monaten wäre er zum zweiten Mal Opa geworden (rok/Foto: Praxis)
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