Nürnberger Burgpokal: Guter Einstieg für Renate Gohr-Bimmel
Nach der ersten Qualifikationsstation in Hagen macht der Nürnberger Burgpokal nun beim Mannheimer Maimarkt halt. Es ist eine der renommiertesten Serien für Nachwuchspferde in Deutschland. Die heutige Einlaufprüfung für die eigentliche Qualifikation wurde von der Schweizerin Andrina Suter dominiert. Denn sie konnte zugleich einen Doppelsieg feiern. Mit Briatore erzielte Suter starke 74 Prozent. Die Prüfung war gespickt von Höhepunkten. Es war eindrucksvoll mit welch einer Gleichmäßigkeit und Seitenbild sich der Hengst durch das Viereck bewegte. Mit ihrem zweiten Pferd erhielt Suter 72,2 Prozent. Del Curto, Sieger beim Pforzheimer Dressurturnier, überzeugte ebenso mit einer sehr ausdrucksstarken, federnden Trabtour. Die Pirouetten gelangen toll gesetzt und zentriert. Leider fiel der neunjährige Wallach im ersten Außengalopp aus, wodurch Suter den Wechsel an der kurzen Seite verspätet zeigte. Mit beiden Pferden ritt Adrina Suter fast in einer eigenen Liga. Auf Rang drei folgte mit 70,6 Prozent Annabel Frenzen mit Herzdame, die besonders im Seitenbild überzeugte. Das Paar verlor Punkte in den noch aufwändigen Wechseltouren, wo auch in den Dreier-Wechseln am Ende ein Fehler passierte.
Beste Baden-Württembergerin wurde Renate Gohr-Bimmel auf der achtjährigen Stute Lausanne. Die Stute überzeugte durch eine tolle Mechanik und sehr gut kreuzende Trabtraversalen. Auch die Serienwechsel zählten zu den Highlights der Prüfung. Im versammelten Schritt wünscht man sich noch mehr Ruhe.
Die restlichen Reiter aus dem Ländle zeigten ebenso schöne Prüfung, in welchen leider teure Fehler passierten. So folgte Luka Nina Hohmann mit 68,8 Prozent auf dem zweiten Reserverang. Ihr Wallach Fürst Rubin zeigte sich in einem gewohnt schönen Seitenbild. Leider verloren die Beiden Punkte in den schwankenden Serienwechseln sowie nicht gut durchgesprungenen Pirouetten. Direkt hinter Hohmann rangierte die in Baden-Württemberg stationierte Australierin Hayley Beresford. Ihr achtjähriger Javino zeigte eine sehr gleichmäßige Prüfung. Sie erhielt 67,8 Prozent. Es folgten Julia Machat und Moritz Treffinger. Julia Machat´s Fürstano verhielt sich heute in der Galopptour und kippte daraufhin leicht in der Anlehnung ab. Dennoch ist das Seitenbild immer wieder beeindruckend. Moritz Treffinger´s Superstition zeigte tolle Momente. Leider konnte sich Superstition bis zum Schluss der Prüfung mit einer Viereckecke nicht anfreunden, woraus teure Fehler resultierten. So gab es für den Schüler von Isabell Werth eine Stockung in der ersten Trabverstärkung, in den Viererwechseln schlich sich ein Dreierwechsel ein und im letzten starken Galopp sprang der Wallach um. Wenn sich Schnappie bis morgen mit dem Viereck anfreundet, ist mit den Beiden sicherlich zu rechnen. Auf dem elften Platz rangierte Anna Casper mit Birkhof´s Zimtstern. Das Paar zeigte eine sehr gleichmäßige und ausdrucksstarke Trabtour, nach welcher ihr Trend bei 72 Prozent lag. Im Galopp kam es dann leider zu einigen Unsicherheiten, u.a. sprang der erst siebenjährige Wallach sowohl in der ersten Pirouette als auch im starken Galopp um. Dennoch ein sehr sympathisches und vielversprechendes Paar. Ann-Kathrin Lindner hat sich ebenso für die morgige Finalqualifikation qualifiziert. Mit der achtjährigen Stute Olympia zeigte sie eine sehr gleichmäßige Trabtour. In der Galopptour benötigt die Stute noch einiges an Unterstützung und es passieren noch teure Fehler. Dies ist jedoch auf die mangelnde Routine der Stute zu schieben. Marie-Christin Kogel landete heute auf dem 13. Platz. Sie startete ausdrucksstark in die Prüfung. Leider zeigte ihr Wallach Doc-Holliday ein Ungehorsam beim Angaloppieren aus dem Schritt. Ab diesem Moment war irgendwie der Wurm drin und es passierten einige teure Fehler. Der Wallach könnte im Allgemeinen im Galopp noch flinker und geschlossener durchspringen.
Die morgige Qualifikation verspricht spannend zu werden und mit den Reitern aus dem Ländle ist mit Sicherheit zu rechnen!
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