Marbach: CCI4* ist entschieden
Hochzufriedene Gesichter gab es am heutigen Nachmittag nach dem Gelände der CCI4*- Prüfung bei den Machern der Marbacher Vielseitigkeit zu sehen. Ein Eindruck, den auch Turnierleiter Dieter Aldinger bestätigte. Zahlreiche Zuschauer säumten die Geländestrecke, auf der die Starter der Vier-Sterne-Prüfung fast ausnahmslos schöne Bilder lieferten. Knapp 4000 Meter über 34 Sprünge galt es zu bewältigen und mit dem letzten Paar, Michael Jung und Highlighter, endete ein Geländetag der Extraklasse. Jung war es auch, der sich Platz eins nicht mehr nehmen ließ und direkt nach dem historischen 5*-Erfolg von Lexington den nächsten Sieg holte. Im Sattel seines elfjährigen Iren Highlighter von Natal, der mütterlicherseits auf Landgraf I zurück geht lieferte der Reitmeister im Marbacher Gelände ab. Am Ende kamen 0,8 Zeitfehler zum Dressurergebnis von 25,7 Punkten, dem besten für den von Jung sechsjährig gekauften Highlighter auf diesem Niveau, hinzu, was ein Endresultat von 26, 5 Punkten und damit den deutlichen Sieg im diesjährigen CCI4* von Marbach bedeutete. Nach dem CCI3*-Sieg von Rieden im April und Platz zwei in Kronenberg bestätigte Highlighter seine gute Form in dieser Saison. " Ich hatte ein tolles Gefühl. Er ist super galoppiert und gesprungen. Besonders hat mich eindruckt wie viel Power er zum Ende der Strecke hin noch hatte. Bei Ihm passt einfach das Gesamtpaket momentan,"' lobte Jung sein Pferd. Der Sieg in der Prüfung brachte ihm zudem den achten Titel im deutschen Berufsreiterchampionat ein. Zu den ganz Großen im Vielseitigkeitssport gehört auch der zweitplatzierte dreimalige Mannschaftsolympiasieger und Badmintongewinner von 2002, Andrew Hoy. Auch wenn diese Erfolge etwas zurückliegen hat Hoy in Marbach bewiesen, dass mit ihm absolut zu rechnen ist. Unter ihm spielte der Angelo Araber Vassily der Lassos (v. Jaguar Mail), der sich auf dem Abreiteplatz noch recht übermütig gezeigt hatte, mit den Hindernissen und beendete den CCI4* mit einem Dressurergebnis von 29,1 Punkten. Sie ist für ihr besonders feines und gefühlvolles Reiten bekannt -Sandra Auffarth, Weltmeisterin von 2014, zeigte sich im Sattel der erst neunjährigen Rosveel einmal mehr stilsicher, kassierte allerdings 5,2 Zeitfehler was am Ende mit 31,9 Punkten Platz drei bedeutete. Auch bei Dirk Schrade und Casino war die Zeit das Zünglein an der Waage - eine saubere Geländerunde, allerdings mit sechs Zeitfehlern warfen die beiden vom zweiten auf den vierten Platz zurück ( 32,6). Auf den Rängen fünf und sechs folgen die Belgierin Lara der Liedekerke-Meier auf Ducati d'Arville (34,3) und der für Indien startende Fouaad Mirza mit Seigneur Medicott( 34,9). Aus baden-württembergischer Sicht besonders erfreulich auch Platz sieben, den Felix Vogg auf Cartania, die ebenfalls mit sechs Zählern für Zeitüberschreitung aus dem Gelände kamen, mit 35,5 Punkten belegten. Denn auch wenn Vogg seit vielen Jahren für die Schweiz startet, ist er fest im Ländle verwurzelt und inzwischen in Überlingen am Bodensee beheimatet.
Aktuell läuft noch das Springen der kurzen Zwei-Sterne-Prüfung, in der morgen um zehn Uhr der erste Starter ins Gelände geht und auch wenn noch rund zehn Reiter den Parcours im Marbacher Stadion absolvieren müssen, steht das Spitzenduo vor dem Gelände bereits fest. Fehlerfrei im Kurs blieb die bis dato Führende Anna Lena Schaaf auf Lagona (21,7). Bei Brandon Schäfer-Gehrau und Fräulein Frieda blieben ebenfalls alle Stangen liegen - nach wie vor Platz zwei. Es bleibt also spannend rund um das Marbacher Haupt-und Landgestüt. (wentsch/ Foto: Michael Jung Highlighter/Equistock)
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