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Mittwoch, 04.05.2022 um 18:43

Fliegl bleibt auf dem Boden

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Der Sieg im Nationenpreis war fast schon Nebensache. Für das deutsche Team der Para-Equestrians, der Dressurreiter mit Behinderung, gab es auf dem Mannheimer Maimarkt keine Gegner. Bundestrainer Bernhard Fliegl notierte einige erfreuliche und auch spannende Entwicklungen, mahnte aber zur Bodenständigkeit. Grund: die stärksten internationalen Konkurrenten – vor allem die Teams aus Holland, Belgien und Großbritannien – waren diesmal nicht in Mannheim angereist; die Holländer trugen ausgerechnet parallel ihre nationalen Meisterschaften aus.

Die sichere Position gab dem Nationalcoach aber die Möglichkeit, in Ruhe die Aspiranten zu testen, die sich in zweiter Reihe für einen Teamplatz bereit machen. In erster Linie ist das die 26-jährige Baden-Württembergerin Mona Bimmel, die auch am zweiten Mannheimer Prüfungstag ihre aufsteigende Form bestätigte. „Eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Einsatz vor zwei Wochen in Waregam“, bescheinigte der Bundestrainer. Die junge Journalistin sei im Sattel ihres Fabricio von Nymphenburg auf dem richtigen Weg, eine Berufung in den Bundeskader nur eine Frage der Zeit, so Fliegl. Bimmels große Herausforderung heißt Regine Mispelkamp, ist aktuell die Nummer eins im deutschen Para-Team und misst sich im selben Behinderten-Grad wie die Neueinsteigerin, die mit einem künstlichen Kniegelenk reitet. In „Grade V“ sind die Beeinträchtigungen der Reiter oft nur gering. „Aber als erste Nachrückerin könnte ich mir Mona Bimmel gut vorstellen“, so Fliegl. Mispelkamp, Bronzemedaillen-Gewinnerin von Tokio, bewies in Mannheim auf ihrem Highlander Delight, dass gar nicht daran denkt, ihren Spitzenplatz freiwillig zu räumen.

Aufmerksam beobachtete Fliegl  auch die bei Worms lebende Hanne Brenner. Die erfolgreichste deutsche Para-Reiterin stieg nach einer längeren Pause in Mannheim wieder in den Sport ein und bewies im Sattel ihrer Stute Bellissima, dass mit ihr noch zu rechnen ist.

Para-Turniere bieten immer emotionale Momente, diesmal für den 19-jährigen Noah Kuhlmann aus Konstanz am Bodensee, der sein erstes internationales Turnier bestritt. Der junge Mann, der an einer unheilbaren neurologischen Krankheit leidet und das Gefühl in den Beinen verliert, drehte unter den Augen der Bundestrainer mit seinem Hengst Staatslegende eine elegante Runde – und freute sich zurecht über seine Leistung (rok/Foto von Noah Kuhlmann: Yadel Möhler).

 

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