Der Aufstieg des FBW Fiorenzo
Schon vor zwei Wochen in Pforzheim konnte der schwarze Hengst beeindrucken, jetzt siegte der frühere Landeschampion FBW Fiorenzo unter Sabrina Linsenmaier am Samstagabend mit viel Vorsprung in der Inter I-Kür von Ellwangen-Rindelbach. Die Reiterin hält sich in der weiteren Saison aber zwei Optionen frei.
Die Kür vor vollem Haus unter Flutlicht war durchaus eine Generalprobe für die iWest-Qualifikationen, die an Pfingsten in Winterlingen beginnen; auch sie werden in einer solchen Prüfung ausgetragen. Geht es nach der Papierform, gehören die 30-jährige Steuerfachfrau und damit lupenreine Amateurin und der ausdrucksvolle jetzt zehnjährige Württemberger Rappe (aus der Zucht von Karin Rettenmeier) in der wichtigen Serie jetzt schon zu den Favoriten. Denn für den Kür-Sieg verteilten die drei Richter fast 74 Prozent der Punkte, am meisten der iWest-erfahrene Bayer Heinrich Geigl. Es war der erste gemeinsame S-Sieg für das Paar aus Aalen. Die Vorstellungen beeindrucken mit viel Elastizität und Schwung in allen Grundgangarten.
Allerdings will sich Sabrina Linsenmaier noch nicht festlegen, ob sie in der Saison weitere Drei-Sterne-Starts anstreben will – mit einer Platzierung wäre sie dann im iWest-Cup nicht mehr startberechtigt. „Wir lassen das auf uns zukommen“, erklärte sie nach ihrem Sieg.
FBW Fiorenzo wurde von der Familie Bosch (das ist auch Sabrina Linsenmaiers Mädchenname) als Fohlen gekauft und von ihr sowie ihrem Vater Hans-Peter Bosch ausgebildet. 2016 wurde der Fürst Fugger-Sohn Landeschampion und startete beim Bundeschampionat. Vor einem Jahr, während einer Babypause der Reiterin, stellte Hans-Peter Bosch den Hengst vor und siegte in einer S-Dressur. Die Pferde der Familie stehen auf der Reitanlage eines Onkels in Aalen. Sabrina Linsenmaier trainiert bei ihrem Vater und bei Hans-Peter Bauer (rok/Foto: Nadine Braun)
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