Internationale Marbacher Vielseitigkeit: Ein Blick ins Gelände
Nur noch wenige Wochen Geduld bevor das Haupt- und Landgestüt Marbach vom 5. bis 8. Mai wieder zum Zentrum der internationalen Vielseitigkeitsszene wird. Nun hat Gelände-Parcourschef Rüdiger Schwarz erste Geheimnisse zu den Geländestrecken gelüftet.
„Der Schwierigkeitsgrad wird bleiben wie gehabt“
Eine Vier-Sterne-Prüfung als wichtige Sichtung für die Weltmeisterschaften im Herbst, Championat der deutschen Berufsreiter und Wertung zum Förderpreisder Altersgruppe U25, dazu zwei Zwei-Sterne-Vielseitigkeiten mit Landesmeisterschaft – im Mai ist das Gelände des baden-württembergischen Haupt- und Landgestüts einmal mehr Treffpunkt der internationalen Vielseitigkeitsszene.
Course Designer Rüdiger Schwarz gibt einen Ausblick darauf, was Reiter, Pferde und Zuschauer erwartet.
Herr Schwarz, Marbach gilt als freundlicher Start in die Turniersaison. Soll das so bleiben oder planen Sie, den Schwierigkeitsgrad anzuheben?
Der Schwierigkeitsgrad wird bleiben wie gehabt. Zwar haben die Strecken reelles Vier-beziehungsweise Zwei-Sterne-Niveau, dem frühen Saisonzeitpunkt Rechnung tragend, werden aber weniger technische Anforderungen gestellt als man dies zum Ende der Saison hin machen würde.
Trotzdem entwickeln Sie zusammen mit dem bewährten Marbacher Bautrupp die Strecken ja ständig weiter. Welche Neuerungen erwarten Reiter und Pferde in diesem Jahr?
Die jeweilige Aufgabenstellung – nicht grundsätzlich die Hindernisse – wird eine andere sein. Und natürlich werden in jedem Jahr einige Hindernisse neu gebaut. Die
Linienführung der Vier-Sterne-Prüfung wird im Wesentlichen beibehalten, von der Schlusstour abgesehen. Nach dem zweiten Wasserkomplex führt die Strecke noch
einmal zum sogenannten Festplatz an der „Alten Hütte“, dem Stutenstall. Das Gros der beiden Zwei-Sterne-Strecken ist identisch, an zwei Punkten planen wir unterschiedliche Hindernisse beziehungsweise eine unterschiedliche Wegführung.
Im Bereich der „Alten Hütte“ waren ja bisher der Ausstellungs- und der Cateringbereich für die Zuschauer. Das wird sich ändern?
Ja, diese Änderung war schon im vergangenen Jahr geplant, um die Weideflächen der Gestütsherden bestmöglich zu schonen. Pandemiebedingt aber durften dann keine Zuschauer willkommen geheißen werden, das ist in diesem Jahr glücklicherweise anders. Ausstellung und Catering werden in den Bereich des Eichelesgartens verlegt. Fürs Publikum ist das ein ebenfalls sehr attraktiver Standort, man kann von dort aus acht Hindernisse überblicken.
Interview: Michaela Weber-Herrmann Foto: Klaus Kurk/eventing-inside.de
(PM/wentsch)
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