WPSV-Mitgliederversammlung: Präsidium und Ausschuss einstimmig wieder gewählt
Am Samstag fand in Weilheim die Mitgliederversammlung des Württembergischen Pferdesportverbandes statt. Neben Berichten zum Geschäftsjahr 2021 sowie der Bilanzentwicklung standen nach drei Jahren auch wieder die Wahlen der Präsidiumsmitglieder sowie der Ausschussmitglieder auf dem Programm. Vorneweg: Es herrschte große Einigkeit und das Wahlergebnis brachte keinerlei Überraschungen.
Frank Reutter bleibt nach einstimmiger Wiederwahl Präsident des WPSV, ebenso seine Stellvertreter Holger Martin, Dominik Pecha und Eddy Stöferle. Heike Glück übernimmt weiterhin den Finanzvorstand, ihre Prüfer bleiben Christian Abel und Wolfgang Beger. Lukas Vogt wird weiterhin für das Resort Breitensport und Umwelt tätig sein. Als weitere Ausschussmitglieder werden Claudia Allmandinger, Rolf Berndt, Josef Dobler, Josef Heinzelmann, Joachim Jung, Petra Kuhn, Simone Lorch, Karlheinz Maier, Christoph Möhl, Roland Ohneseit, Waltraud Schneider und Wolfgang Walter fungieren. Alle Wiedergewählten nahmen ihr Amt erneut an.
Eine Neuerung gibt es bei den Aktiven-Vertretern. Wolfgang Arnold steht dem WPSV nach wie vor als Aktiver der Disziplin Springen zur Verfügung. Bei den Dressurreitern wird nun Christine Eberbach, selbst Amateurreiterin erfolgreich bis zur Klasse S und geschätzte Richterin, die Interessen der Sportler vertreten. Dressurausbilder Andreas Platzdasch hatte kurzfristig angekündigt nicht mehr zur Verfügung zu stehen, weshalb der Verband infolgedessen aktiv auf Eberbach zugegangen war. Auch sie wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig bestätigt. Ebenso Petra Rometsch als Jugendwartin. Rometsch, die das Amt bereits seit 2006 ausführt, wurde bereits zuvor vom wahlberechtigten Gremium wieder gewählt und musste von der Mitgliederversammlung lediglich bestätigt werden.
Für die am 9. Mai anstehenden Wahlen des Landesverbandes entsendet der WPSV nun offiziell Klaus Dieterich, langjähriger Vereinsvorstand des Reiterverein Bietigheim-Bissingen, als Präsidentschafts-Kandidaten. Für die Position als Schatzmeister entsendet der württembergische Regionalverband Christoph Möhl und für die Stelle des Breitensport-Beauftragten Lukas Vogt.
Neben den Wahlergebnissen, die weitestgehend zügig und ohne Widerworte abliefen, gab es dennoch einigen Raum für Diskussionen bei der diesjährigen Mitgliederversammlung. Ein Antrag des Reitverein Oberreichenbach zur Senkung des Mitgliederbeitrags wurde ausführlich besprochen. Der 21-Mann-starke Verein hatte um eine Senkung gebeten, da sich im Verein weder Turnierreiter noch Schulpferde befinden. Die Mitgliederbeiträge würden die Kosten für eine Verbandsmitgliedschaft übersteigen, am Jahresende bliebe lediglich ein Plus von wenigen Euro, so die Verantwortlichen. Der WPSV hatte vor einigen Jahren einen Sockel-Beitrag eingeführt um den Gründen von kleinen „Stempelvereinen“ durch Privatpersonen entgegen zu wirken, was laut Präsidium auch gut funktioniere. Der WPSV machte aber auch deutlich, dass es wichtig sei, kleine Vereine mit Breitensportlern zu unterstützen. Nach einer ausgiebigen Diskussion mit zahlreichen Wortmeldungen diverser Vereinsvorstände größerer und kleinerer Reitvereine, wurde der Antrag zwar zurückgezogen. Frank Reutter versprach allerdings sich der Thematik annehmen zu wollen. Es ist durchaus denkbar, für Vereine wie diesen, eine Ausnahme bzw. eine Sonderregelung zu finden. Schließlich wolle man auch kleine Vereine unterstützen und den Breitensport mehr in Vereinsstrukturen organisieren, das hatte Reutter bereits zu Beginn der Sitzung in seinem Jahresbericht deutlich gemacht.
Wie bereits bei der Sitzung des Regionalverbandes Südbaden, hatten nun auch in Weilheim beide Präsidentschaftskandidaten Ole Gunzenhäuser und Klaus Dieterich Gelegenheit für sich zu sprechen. Interessant zu sehen: Beide Kandidaten wurden bereits mit konkreten Fragen nach Vorschlägen und Lösungsansätzen gelöchert. Themen wie der Imageschaden durch den Causa Beerbaum, der Tier- und Umweltschutz bzw. die Außenwahrnehmung des Pferdesports im Allgemeinen, aber auch der Draht zur FN und deren geplante Beitragserhöhungen oder das fehlen guter Pferde in Süddeutschland gehörten zu den Themen, die den Beteiligten auf der Seele brannten. (akb)
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