Der Pferdesportverband Südbaden setzt sich für ukrainische Flüchtlingskinder ein
„Man muss nur den Fernseher oder das Radio anmachen, auch wenn man es schon gar nicht mehr möchte, dann wird einem schnell klar: Man MUSS etwas tun! So ging es uns auch im Pferdesportverband Südbaden.“ beginnt Südbaden-Präsidentin Iris Keller zu erzählen. Der Pferdesportverband Südbaden hat sich dazu entschieden, 2.000 Euro aus dem Verbands-Etat ukrainischen Flüchtlingskindern zu spenden. Über die evangelische Stadtmission Freiburg wird ein ukrainisches Kinderheim unterstützt. 157 Kinder im Alter von 1 – 17 Jahren mussten ihre Heimat Kiew aufgrund des Krieges verlassen, nach drei anstrengenden Tagen Busfahrt sind sie evakuiert worden und heil in Freiburg angekommen. Sie alle sind Waisen, ganz auf sich allein gestellt. Mit dem Geld möchte der Pferdesportverband Südbaden dazu beitragen die Grundversorgung der heimat- und familienlosen Kinder sicher zu stellen.
„Eigentlich wollten wir die Spende bei der nächsten Generalversammlung mit dem Ausschuss besprechen. Doch die ganze Vorstandschaft hatte schlaflose Nächte, uns treibt das Thema wirklich sehr um.“ erzählt Iris Keller weiter. Es sollte schnell gehen. Geschäftsführer Martin Frenk nahm Kontakt zur Stadt Freiburg auf, um alles Weitere zu klären. Ganz unbürokratisch und ohne Verwaltungsgebühren wird das Geld nun genau denen zu gute kommen, die es benötigen.
Der Pferdesportverband Südbaden setzte sich in jüngster Vergangenheit auch für die Opfer der Flutkatastrophe ein und auch bei der neuen Hilfs-Aktion geht es den Verantwortlichen nicht rein um den Pferdesport, „sondern in erster Linie um den Menschen“, wie Verbandspräsidentin Iris Keller betont. „Reiten ist Luxus, das haben wir schon während der Corona-Pandemie deutlich zu spüren bekommen. Das wir nach wie vor zu den Pferden gehen können und nicht allzu weit weg, können Menschen nachts nicht einmal mehr schlafen aus Todesangst – das ist unvorstellbar.“ Der Pferdesportverband Südbaden geht als Parade-Beispiel voraus und hofft darauf, auch andere Verbände und Reitvereine bewegen zu können. „Jeder Betrag zählt, egal wie groß oder vermeintlich klein er ausfällt.“ appelliert Keller weiter.
In den letzten Tagen haben sich auch zahlreiche andere Firmen und Privatpersonen aus der baden-württembergischen Pferdesportszene entschlossen zu helfen. Auf der Webseite des Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen finden Sie hier » Tipps und Anlaufstellen für sichere Spenden an die Ukraine. Wenn Sie die Aktion des PSV Südbaden unterstützen möchten, können Sie sich über die Verbandswebseite » an die Zuständigen wenden. (akb)
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