München: Ein Sieger aus dem Ländle!
Tag der Entscheidungen in München! Heute wurde es spannend bei den DSP-Hengsttagen in München-Riem. Die Körurteile bei den Springhengsten wurden gefällt. Von den 33 Hengsten ergatterten insgesamt 18 das begehrte Körprädikat, sechs von ihnen wurden mit einer Prämie ausgezeichnet.
Aus baden-württembergischer Sicht hätte es kaum besser laufen können. Zum Siegerhengst wurde der formschöne, aus dem Zuchtgebiet stammende Sohn des Casino Grande-Havana Club ernannt! Der Braune stammt aus der Zucht von Antonius Schulze-Averdiek, in dessen Besitz er auch steht. Schulze-Averdiek ist treuer Beschicker der DSP-Hengsttage und wurde für seine züchterischen Erfolge vom AGS-Vorsitzenden Carsten Grill mit der FN-Plakette in Gold ausgezeichnet. Sportkommissar Andy Witzemann kam bei der Beschreibung des Siegerhengstes regelrecht ins Schwärmen. Der Casino Grande-Sohn sei ein Hengst, der alles mitbringt was sich das Springreiterherz wünscht. Er überzeugte die Kommission mit seinem hervorragenden Typ, toller Balance, bestem Interieur und schier grenzenlosen Vermögen. Witzemann betonte: „Eigentlich gibt es hier nichts zu verbessern!“
Neben dem Siegerhengst, gab es noch mehr baden-württembergische Erfolge zu feiern. So durfte sich Züchter Otmar Dittes über einen Prämienhengst freuen. Der überaus sympathische Sohn des Marbacher-Landbeschälers Uno I aus der Capital Queen D v. Con Capitol sprang sich in die Herzen der Körkommission und der Zuschauer. Aus der Capital Queen D hatte Dittes bereits den Münchener Körsieger Million Capital HH v. Million Dollar, der letztes Jahr DSP-Champion bei den vierjährigen Springpferden wurde, gezogen. Andy Witzemann lobte den Uno I-Sohn (B.: Stefan Schumacher) als Pferd, der über beide Tage hinweg alles richtig gemacht hat. Wunderschön im Seitenbild anzusehen, überzeugte er mit seiner Leichtigkeit, seiner Effizienz und seinem Vermögen.
Nummer drei im Prämienlot fand seinen Weg zur Münchener Körung über das baden-württembergische Lot: der Sohn des Nixon van het Meulenhof-Chacco-Blue aus der Zucht von Egbert Schep (B.: Schep International Trade BV). Ein zwar noch recht jugendlich wirkender Hengst, der seinen Körper allerdings bestens einzusetzen wusste und ein fast grenzenloses Vermögen an den Tag legte, so Witzemann in seinem Kommentar. Die weiteren Prämienhengste stammen ab von Askari-Diarado, Diamant de Semilly-Cassini I und Herakles Zirocco Blue.
Aus dem baden-württembergischen Lot gingen acht Hengste an den Start, darunter zwei Prämienhengste und vier gekörte. Außerdem erhielt neben dem Siegerhengst noch ein weiterer Hengst aus dem Zuchtgebiet ein positives Körurteil.
Ehre wem Ehre gebührt
Neben den Körentscheidungen, wurde heute einem weiteren Hengst eine besondere Ehre zuteil. Nachdem die German Masters auch letzten Herbst Corona-bedingt ausfallen mussten, wurde heute die Ehrung des Masters Hengst vorgenommen. Neuer Masters Hengst ist der Weltklasse-Vererber der Hengststation Bachl: Vingino v. Voltaire-Cassini I (Z.: J. Albers)! Selbst sportlich hocherfolgreich, stehen ihm seine zahlreichen Nachkommen kaum in etwas nach. Vorgestellt wurde Vingino in München von der erst 14-jährigen Emma Bachl.
Heute Abend zeigen sich die Dressurhengste zum ersten Mal bei ihrem Freispringen, bevor es morgen ab 10 Uhr für sie auf dem Pflaster ernst wird. Clipmyhorse.tv überträgt die gesamte Veranstaltung live. (mst)
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