Pony Master: Abschiedsgala par excellence
Es bedurfte nicht vieler Worte, um Marlene Maria Binder anzumerken, wie schwer es ihr fällt, von ihrem "Knirpsi" Abschied zu nehmen. Noch einmal zeigten Binder und DSP De Long am Monrepos heute ihre Kür. Noch einmal stellten sie ihre Qualität unter Beweis. Als die haushohen Favoriten waren sie zum Finale der Pony Master-Serie angereist. Marlene Binder wusste: Mit der Startglocke beginnt die letzte Runde im Sattel ihres Ausnahmeponys. Die Schützlinge von Michael Bühl machten eine Abschiedsgala par excellence daraus. Harmonie, Ausdruck sowie Qualität im und unter dem Sattel prägten den Auftritt. Die 16-jährige Ponyreiterin und der Daylight-Nachkomme waren in den letzten eineinhalb Jahren zu einem Aushängeschild des baden-württembergischen Ponysports herangewachsen. "Knirpsi" verhalf seiner Reiterin zum Sprung in den Bundeskader, gemeinsam holten sie den Titel bei den Landes-und Süddeutschen Meisterschaften, bei der "Deutschen" mischten sie auf Platz sechs vorne mit. Mit satten 80,500 Prozent und dem zweiten Pony Master-Titel in Folge endete heute der gemeinsame Weg. Beim Ausritt waren die Tränen nicht aufzuhalten. "Er hat mir einfach eine ganz besondere Zeit geschenkt. Knirpsi wird uns allen unglaublich fehlen", so Marlene Binder direkt nach ihrem Sieg. Im nächsten Jahr überschreitet das junge Talent das zulässige Alter für den FEI Ponysport. DSP De Long, der im Besitz der Familie Merkt steht - geschlossen waren sie in Ludwigsburg vor Ort - wird dann einer weiteren Nachwuchsreiterin zu Erfolgen im Viereck verhelfen.
Einen glücklichen Abschied aus dem Ponylager feierte in Ludwigsburg auch Felice Fetzer aus Schwäbisch Gmünd. Ihr Palm Beach drehte seine wohl beste Runde der Saison. 73,542 Prozent brachten die silberne Schleife. Trainerin Heike Rohrmuss war voll des Lobes: "Felice trainiert seit Ende letzten Jahres bei mir und wird immer selbstsicherer. Sie hat heute einen tollen Job gemacht!" Zu den Klängen von Queen folgte auf Rang drei Franziska Roth mit Nobels Boy NRW. "Fritzi" wie die 13-Jährige genannt wird, stellte ihr Pony mit deutlich mehr Energie und Ausdruck als in der Einlaufprüfung vor - 73,333 Prozent.
Pony-"Papst" Heinz Bürk versprach in Ludwigsburg: Der Pony Master geht im nächsten Jahr in die sechste Saison. Zudem sei man mit Turnierveranstalter Ulli Kasselmann in Gesprächen - auch internationale Ponyprüfungen sind am Monrepos zukünftig denkbar. (FA)
Foto: Matthaes/ www.reiterjournal-fotoshop.de
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