Am Monrepos prägen große Namen den Auftakt
Beim Auftakt des 1. Ludwigsburger Dressurfestival stand zunächst eines im Mittelpunkt: die Kulisse. Beim Einritt steuert das internationale Starterfeld direkt auf das Seeschloss Monrepos zu. Viel schöner können Dressurvierecke nicht liegen.Das lockte schon an Tag eins Zuschauer an. Sie erlebten aufgrund der Veranstaltungsdichte der letzten Wochen - auf die olympischen Spiele folgte die Europameisterschaft in Hagen und das CHIO Aachen - kleine, aber namhafte Starterfelder.
Reitmeister Hubertus Schmidt führte die erste Siegerehrung in Ludwigsburg an. Im St Georg innerhalb der CDI1*-Tour steuerte der ehemalige Championatsreiter eine erst siebenjährige Tochter seines Erfolgspferdes Escolar an die Spitze. Mit der Westfalen-Stute Estelle punktete sich Schmidt zu 72,50 Prozent. Vier der fünf Richter sahen den Mannschaftsolympiasieger von Athen ganz vorne. Mit Linda Knoll und FBW Fairplay H kam ein Paar aus dem Ländle den Siegern mit 70,353 Prozent am nächsten. Anush Agarwalla und Loro Piano, die für Indien starten, wurden Dritte. Glücklos ins Turnier starteten zunächst zwei der Favoriten. Dorothee Schneider hatte nach einem unguten Gefühl die Runde ihres Lord Fittipaldi abgebrochen. Harrods, Hoffnungsträger von Frederic Wandres, biss sich kurz vor Ende des St. Georgs auf die Zunge. Ärgerlich, nach einem guten Start.
In der U25-Tour gaben Deutschlands stärkste Nachwuchs-Grand-Prix-Reiter den Ton an. Anna-Christina Abbelen und ihr Sam Donnerhall hielten die Mannschaftseuropameister Raphael Netz, heute im Sattel von Exclusive BB, sowie Ann-Kathrin Lindner mit FBW Lord of Dance in Schach. Nur sechs Punkte lagen zwischen den Siegern und Platz drei - eine enge Kiste. Netz, der in Hagen auch den Einzeltitel im Grand Prix holte, zeigte sich im Anschluss zufrieden mit seinem "Eddy". "Er war noch etwas schüchtern, aber das ist halb so schlimm. Exclusive BB ist auf so großen Turnieren noch sehr unerfahren, aber er bringt alles mit, was man im Grand Prix braucht. Da waren schon tolle Momente dabei", so der sympathische Wahl-Bayer. Ähnlich ging es Ann-Kathrin Lindner, deren Lord of Dance erst neunjährig im Drei-Sterne-Sport erfolgreich ist. Lindner: "Er hat sich sehr gut geschlagen!"
In der Einlaufprüfung zur Qualifikation des Nürnberger Burg-Pokals überzeugte der achtjährige Flashback unter Dorothee Schneider die internationale Jury. 75,683 Prozent brachten den deutlichen Sieg. Wer am Samstag das Ticket für die Frankfurter Festhalle lösen möchte, der muss an den Framersheimern vorbei. Nicole Wego-Engelmayer und Facility aus dem Stall Kasselmann blieben vor Hubertus Schmidt und D'alessandro Zweite. (FA)
Foto: D.Matthaes
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